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Regional „Landleben“: Göttinger Symphonie-Orchester im Philharmonischen Zyklus
Nachrichten Kultur Regional „Landleben“: Göttinger Symphonie-Orchester im Philharmonischen Zyklus
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00:17 04.03.2013
Göttinger Symphonie-Orchester: Dirigent Christoph-Mathias Mueller bedankt sich bei Konzertmeisterin Natalie Kundirenko. Quelle: Pförtner
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Göttingen

In den vier mit programmatischen Titeln bedachten Sätzen hat Chabrier ein Bild vom harmonischen Landleben geschaffen, das von den Musikern in all seiner Schönheit wiedergegeben wird. Die zarten Bläserstimmen in dem „Idylle“ betitelten ersten Satz erinnern an Vogelgesang, die gezupften Streicher wirken geradezu zerbrechlich. Hörner erwecken Bilder von Wald und Jagd, wohlklingende Harmonien bestimmen dieses Werk. Das Finale, der „Scherzo-valse“, zeigt sich schließlich als ein großes heiteres Abschlussfest.

Vielzahl von Instrumenten

Als von diesem sehr malerischen Bild des Landlebens weit entfernt erweist sich Ursula Mamloks Konzert für Oboe und Orchester, das an diesem Abend uraufgeführt wird. Die 1923 in Berlin geborene Komponistin war zu diesem Anlass persönlich anwesend. Die moderne Komposition hält eine Vielzahl von Instrumenten, darunter eine Mandoline, eine Celesta und Glockenspiele, für den Zuhörer bereit. Bisweilen ist die Musik so leise, dass sie nur bei genauem Zuhören noch wahrzunehmen ist. Im Vordergrund des Werkes steht jedoch die Oboe: Lucas Macías Navarro versetzt mit seinem Spiel, mit den ungewohnt schnarrenden Oboen-Klängen und langanhaltenden Trillern, das Publikum in Staunen. „Die Oboe ist in einer anderen Welt – das Orchester beobachtet das mit einem gewissen Misstrauen“, so GSO-Dirigent Christoph-Mathias Mueller in seiner Werkeinführung. „Sie werden sehen: Es ist unglaublich toll.“

Der letzte Programmpunkt, Beethovens sechste Symphonie, die den Beinamen „Pastorale“ trägt, rundet den Abend ab. Das berühmte Werk, das murmelnde Bäche, tosende Gewitterstürme und dankbare Gefühle der Landleute tonmalerisch darstellt, wird vom Orchester glanzvoll und detailliert umgesetzt. Das GSO zeigt sich wieder einmal von einer großartigen Seite und verwandelt den kalten, winterlichen Abend in einen kurzweiligen idyllischen Ausflug ins Grüne.

Von Tina Evers

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