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„Landleben“: Göttinger Symphonie-Orchester im Philharmonischen Zyklus

Viertes Konzert „Landleben“: Göttinger Symphonie-Orchester im Philharmonischen Zyklus

Das Göttinger Symphonie Orchester (GSO) bringt im vierten Konzert des Philharmonischen Zyklus I mit dem Titel „Landleben“ Idylle in die Stadthalle. Mit der „Suite pastorale“ für Orchester des französischen Komponisten Emmanuel Chabrier wird der Konzertabend eröffnet.

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Göttinger Symphonie-Orchester: Dirigent Christoph-Mathias Mueller bedankt sich bei Konzertmeisterin Natalie Kundirenko.

Quelle: Pförtner

Göttingen. In den vier mit programmatischen Titeln bedachten Sätzen hat Chabrier ein Bild vom harmonischen Landleben geschaffen, das von den Musikern in all seiner Schönheit wiedergegeben wird. Die zarten Bläserstimmen in dem „Idylle“ betitelten ersten Satz erinnern an Vogelgesang, die gezupften Streicher wirken geradezu zerbrechlich. Hörner erwecken Bilder von Wald und Jagd, wohlklingende Harmonien bestimmen dieses Werk. Das Finale, der „Scherzo-valse“ , zeigt sich schließlich als ein großes heiteres Abschlussfest.

Vielzahl von Instrumenten

Als von diesem sehr malerischen Bild des Landlebens weit entfernt erweist sich Ursula Mamloks Konzert für Oboe und Orchester, das an diesem Abend uraufgeführt wird. Die 1923 in Berlin geborene Komponistin war zu diesem Anlass persönlich anwesend. Die moderne Komposition hält eine Vielzahl von Instrumenten, darunter eine Mandoline, eine Celesta und Glockenspiele, für den Zuhörer bereit. Bisweilen ist die Musik so leise, dass sie nur bei genauem Zuhören noch wahrzunehmen ist. Im Vordergrund des Werkes steht jedoch die Oboe: Lucas Macías Navarro versetzt mit seinem Spiel, mit den ungewohnt schnarrenden Oboen-Klängen und langanhaltenden Trillern, das Publikum in Staunen. „Die Oboe ist in einer anderen Welt – das Orchester beobachtet das mit einem gewissen Misstrauen“, so  GSO-Dirigent Christoph-Mathias Mueller in seiner Werkeinführung. „Sie werden sehen: Es ist unglaublich toll.“

Der letzte Programmpunkt, Beethovens sechste Symphonie, die den Beinamen „Pastorale“ trägt, rundet den Abend ab. Das berühmte Werk, das murmelnde Bäche, tosende Gewitterstürme und dankbare Gefühle der Landleute tonmalerisch darstellt, wird vom Orchester glanzvoll und detailliert umgesetzt. Das GSO zeigt sich wieder einmal von einer großartigen Seite und verwandelt den kalten, winterlichen Abend in einen kurzweiligen idyllischen Ausflug ins Grüne.

Von Tina Evers

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Programm 2012/13

Golden sind jetzt die Plakate des Göttinger Symphonie-Orchesters (GSO), das Heft mit dem Saisonprogramm ist nicht mehr in Schwarzweiß, sondern in Farbe gedruckt, es gibt GSO-Regenschirme, T-Shirts, einen neu gestalteten  Internet-Auftritt: Vieles hat sich im Erscheinungsbild des Orchesters geändert. Die Struktur des Programms ist aber kaum verändert. Die neue Saison steht unter dem Motto „Farbenrausch“.

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