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19:25 06.11.2009
Auf keinen Fall abstrakt: Karin Sievert. Quelle: Hinzmann
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Das Haus gehört ihrer Familie, der kleine Laden im Erdgeschoss stand leer. Er sei „schwer zu vermieten“, sagt Sievert, also wagte sie den Schritt. Zumindest bis zum Frühjahr will sie dort zweimal in der Woche zwischen ihren Bildern sitzen, und mit den Besuchern reden.

Ihre Liebe gehört dem Stillleben, das ist nicht zu übersehen. Mit viel Gefühl vor Komposition hat sie Geschirr, Obst, Gemüse oder Eier arrangiert und mit Ölfarben auf Leinwand abgemalt. Dabei inszenierte sie elegant Lichteinfall und Schattenwurf. Drei bis vier Wochen brauche sie für ein Bild. „Ich bin eine langsame Malerin“, sagt Sievert.

Daneben beschäftigt sie sich mit Landschaftsmalerei. Sie fotografiere viel im Urlaub; in Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise, im Hunsrück bei Koblenz oder in Usedom. Wieder zu Hause male sie dann nach den Fotografien. Atmoshpärisch dichte, menschenleere Naturszenen entstehen dabei. Geschickt gewählte Ausschnitte zeigen Wege, die den Blick ins Bild ziehen, ihn sanft lenken.

Streng gegenständlich

„Ich habe nie eine künstlerische Ausbildung absolviert“, sagt Sievert. Im Alter von 53 Jahren habe sie Ölfarben dann mit in den Urlaub auf die griechische Insel Samos genommen. „Glücksgefühle“ habe ihr das erneute Malen beschert.

Später besuchte Sievert dann einen Kursus an der Volkshochschule. Sie beendete ihn nach drei Abenden. „Ich kann nicht in Gesellschaft malen“, lautete ihre Erkenntnis nach dem Versuch. Fortan malte sie zu Hause. Anerkennung erhielt sie von Freunden und Bekannten, viele Bilder verschenkte sie.

Streng gegenständlich arbeitet Sievert, abstrakte Malerei käme für sie nicht infrage. „Das muss man in sich haben“, meint die Späteinsteigerin.

Karin Sievert zeigt ihre Bilder freitags von 16 bis 18 Uhr, sonnabends von 11 bis 13 Uhr im Papendiek 4/5 in Göttingen.

Von Peter Krüger-Lenz

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