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Lesetipps von Redakteur Peter Krüger-Lenz

Bücher fürs Weihnachtsfest Lesetipps von Redakteur Peter Krüger-Lenz

Welche Bücher sollen in diesem Jahr unter dem Weihnachtsbaum liegen? Sieben Tageblatt-Redakteure verraten ihre Favoriten und stellen lesenswerte Romane, Sach- und Kinderbücher vor. Peter Krüger-Lenz (Magazin) hat folgende Buchtipps:

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Krimi. Es gibt genug Gegenbeispiele, aber in diesem Fall stimmt die Binsenweisheit: Die Bücher der Krimireihe von Arne Dahl , die derzeit sonntagabends im TV gezeigt wird, sind besser als ihre Verfilmungen – quasi zwangsläufig. Denn der schwedische Autor strickt für seine Ermittler vom A-Team derart vielschichtige Fälle, dass sie auch für einen knappen Zweistünder heftig zusammengestrichen werden müssen. Auf den Buchseiten hingegen entfaltet sich ein bemerkenswert spannender und gut durchdachter Krimi-Kosmos. Piper 1998 bis 2011, um 10 Euro.
 
Lieblingsbuch. Es ist ja lobenswert, dass der Autor T. C. Boyle Tierschutz zum Thema seines Buches „Wenn das Schlachten vorbei ist“ gemacht hat. Doch so perfide wie man ihn kennt, lässt er zwei Fraktionen der Kämpfer für die Fauna auf Inseln vor Kalifornien gegeneinander antreten. Die einen setzen auf Wiederherstellung eines Ursprungszustandes und müssen dafür töten, die anderen sind gegen jegliches Töten. Das hat Boyle spannend, lehr- und bildreich geschrieben – Gott sei Dank! ohne Partei zu ergreifen. Das bringt debattierende Leser. Hanser 2012, 22,90 Euro.
 
Roman. Vea Kaiser ist eine junge und sehr selbstbewusste Österreicherin. Mit „ Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam“ hat sie ein Debüt vorgelegt, das sicher nicht in den Kanon großer Literatur eingehen wird. Aber beim Lesen macht es einfach Spaß, in die enge Welt des kleinen Alpendorfes einzutauchen, das plötzlich ganz groß raus kommt, zumindest für einen Tag – wegen eines Fußballspiels. Johannes A. Irrwein ist hier geboren, bleiben wollte er nie. Bis er zurückkommt und das Leben und die Menschen hier schätzen lernt. Kiepenheuer&Witsch 2012, 19,99 Euro.
 
Sachbuch. Er konnte übers Wasser gehen wie kein Zweiter: Jesus. Viele Geschichten ranken sich um den Zimmermannssohn, der Grund für eine neue Zeitrechnung war, eine Religion begründete und im Alter von etwa 30 Jahren am Kreuz starb. Die Spiegel-Redakteure Annette Großbongardt und Dietmar Pieper haben sich mit Wissenschaftlern auf die Spuren des historischen Wanderpredigers begeben und in ihrem Buch „Jesus von Nazareth“ das zusammengetragen, was belegt ist – und dabei ein breites Panorama der Menschen und Orte dieser Zeit eröffnet. Spiegel, 19,99 Euro.
 
Roman. „Onno Viets und der Irre vom Kiez“ – so einen Buchtitel kriegen nur wenige hin. Frank Schulz schon, sogar mehrfach. Unvergessen: „Kolks blonde Bräute“. Doch Schulz kann mehr. Er kennt wirklich viele Wörter und bringt sie in seinen Romanen unter. Sogar Wörter, die jeder versteht, aber niemand benutzt. Und Schulz kann sich skurrile Geschichten ausdenken. Die von Onno Viets beispielsweise, der nicht viel kann außer Tischtennis spielen. Als Anfänger-Privatdetektiv gerät er dann in seinem Hamburg zwischen die Fronten. Galiani 2012, 19,99 Euro.
 
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