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Regional Joachim Król mit Orchester auf der Bühne
Nachrichten Kultur Regional Joachim Król mit Orchester auf der Bühne
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14:34 07.02.2019
Joachim Król liest aus Camus’ „Der erste Mensch“. Quelle: Nancy Heusel
Göttingen

Camus’ Roman trägt autobiographische Züge. Er lässt seine Kindheit Revue passieren und beschreibt die freie Schwerelosigkeit am Strand, in der Sonne, im Meer. Er erinnert sich an die Rebhuhn-Jagd in der Wüste, zu der er mit seinem Onkel oft am frühen Morgen aufbricht. Einen wesentlichen Teil nimmt Camus’ Schulleben ein, das ihm eine völlig neue Welt eröffnet. Der junge Albert lernt gerne und begeistert.

Camus erzählt von seiner schweigsamen Mutter im Armenviertel Algiers und der dominanten Großmutter, die nur durch die Unterstützung seines Volksschullehrers davon überzeugt werden kann, dass der Junge ins Gymnasium gehört. Dort begreift er, „dass ich alles, was ich wollte, erreichen würde, und dass nichts, was von dieser Welt ist, mir jemals unmöglich sein würde.“

Erzählerischer Parforceritt

Król liest aus diesem Roman. In einem erzählerischen Parforceritt will er sein Publikum als Ich-Erzähler in eine Welt voller Armut, Lebensfreude und „natürlicher Schönheit“ entführen. Die Musik des Orchestre du Soleil liefert den Soundtrack zu diesem hochaktuellen Stück über das Abenteuer Bildung.

„Bald blickt er ins Buch, bald über den Brillenrand ins Publikum, er gestikuliert mit den Armen, rudert mit den Beinen, moduliert die Stimme, lässt Heiterkeit, Trauer, Einsamkeit aufscheinen. So variantenreich, so kunst- und spannungsvoll weiß Joachim Król vorzutragen – und oft wird er dabei für das Publikum geradezu zum Alter Ego von Jacques Cormery, der wiederum das Alter Ego von Albert Camus ist“, beschrieb der der Rezensent der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung einen Król-Auftritt im Schauspielhaus. Und: „Das Publikum reagiert darauf am Ende dieses knapp zweieinhalbstündigen Abends mit begeisterten Pfiffen, Bravorufen und Füßetrampeln – und viele erheben sich beim minutenlangen Applaus.“

Die Vorstellung am 8. Februar im Deutschen Theater ist komplett ausverkauft.

Von Peter Krüger-Lenz

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