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Regional Linde-Preis für Juli Zeh und Magdalena Tulli
Nachrichten Kultur Regional Linde-Preis für Juli Zeh und Magdalena Tulli
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13:32 24.04.2017
Magdalena Tulli Quelle: r
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Göttingen

Der Preis wird am Sonntag, 4. Juni, in Thorn verliehen. Beide Preisträgerinnen und eine Delegation aus Göttingen werden anwesend sein, teilte die Stadt Göttingen mit.

Juli Zeh Quelle: r

Zeh, geboren 1974 in Bonn, ist Juristin und Schriftstellerin. Während des Studiums der Rechtswissenschaften, dem sich ein Praktikum bei der UNO anschloss,  legte sie einen Schwerpunkt auf das Völkerrecht. Ihre Dissertation 2010 über Rechtssetzungstätigkeiten von UN-Übergangsverwaltungen wurde mit dem Deutschen Studienpreis der Hamburger Körber-Stiftung ausgezeichnet. Ihr politisches Engagement  spiegelt sich auch in ihren inzwischen vielfach ausgezeichneten Romanen wider. Ihr geht es um die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen, besonders um die Folgen der Globalisierung.

Info

Weitere Informationen auf lindepreis.goettingen.de

Zehs Werke wurden unter anderem mit dem Deutschem Bücherpreis (2002), dem Thomas-Mann-Preis (2013) und dem Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik (2015) ausgezeichnet. Wichtige Werke:  Adler und Engel (2001); Corpus Delicti. Ein Prozess (2009); Nullzeit (2012) und Unterleuten (2016).

Tulli, geboren 1955 in Warschau, ist literarische Übersetzerin und eine der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftstellerinnen in Polen. Aufgewachsen bei der Mutter, einer Auschwitzüberlebenden, verbrachte Tulli viel Zeit in der italienischen Heimat ihres Vaters. Nach dem Studium der Biologie und Polonistik wurde sie Schriftstellerin. Ihr Debütwerk „Träume und Steine“ erhielt den Koscielski-Preis. Magdalena Tulli wurde bereits zweimal für den polnischen Nike-Literaturpreis nominiert. Wichtige Werke:  Sny i kamienie (Träume und Steine), 1998;W czerwieni (In Rot), 2000; Włoskie szpilki (Italienische Stöckelschuhe), 2011 und Szum (Rauschen), 2014

Seit 1978 besteht die Partnerschaft zwischen den Städten Göttingen und Toruń. Als ein gemeinsames kulturelles Projekt wurde vor mehr als zwei Jahrzehnten der nach dem polnischen Sprachforscher Samuel Bogumił Linde (1771–1847) benannte Preis ins Leben gerufen. Mit ihm werden Autorinnen und Autoren ausgezeichnet, deren Wort Ideale und Werte schafft, die Menschen, Gesellschaften und Nationen zum gemeinsamen Gespräch führen. Er wird zuerkannt für hervorragenden Leistungen in den  Bereichen Lyrik, Prosa, Drama, Essayistik im umfassenden Sinn, Literaturkritik, Publizistik, Übersetzung und Editio . Der Linde-Preis wird auf Vorschlag einer von beiden Partnerstädten berufenen gemeinsamen Jury im jährlichen Wechsel in Toruń und Göttingen vergeben und ist mit ca. Zl.19.350 bzw. EUR 5.000 dotiert. pdg

Preisträger des Samuel-Bogumił-Linde-Preises

Wisława Szymborska und Günter Grass (1996), Zbigniew Herbert und Karl Dedecius (1997), Tadeusz Różewicz und Siegfried Lenz (1998), Ryszard Kapuściński und Christa Wolf (1999), Hanna Krall und Marcel Reich-Ranicki (2000), Jan Józef Szczepański und Henryk Bereska (2001), Andrzej Stasiuk und Friedrich Christian Delius (2002) Włodzimierz Kowalewski und Barbara Köhler (2003), Hubert Orłowski und Klaus Zernack (2004), Paweł Huelle und Hans-Joachim Schädlich (2005), Sławomir Mrożek und Tankred Dorst (2006), Ewa Lipska und Sarah Kirsch (2007), Olga Tokarczuk und Ingo Schulze (2008), Adam Zagajewski und Durs Grünbein (2009), Adam Krzemiński und Karl Schlögel (2010), Wiesław Myśliwski und Herta Müller (2011), Andrzej Bart und Stephan Wackwitz (2012), Eustachy Rylski und Brigitte Kronauer (2013), Janusz Rudnicki und Wilhelm Genazino (2014). Marie-Luise Scherer und Stefan Chwin (2015), Jan Wagner und Kazimierz Brakoniecki (2016).

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