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Ludwig Güttler mitEnsemble zu Gast in der Göttinger Johanniskirche

Strahlende Klarheit des Bläserklangs Ludwig Güttler mitEnsemble zu Gast in der Göttinger Johanniskirche

Der Trompetenvirtuose Ludwig Güttler und sein Blechbläserensemble haben am Montagabend ein vielseitiges Konzertprogramm in der voll besetzten Göttinger Johanniskirche geboten – und das Publikum begeistert.

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Mit ruhe und Gelassenheit: Trompeter Ludwig Güttler (links) mit seinem Bläserorchester.

Quelle: Vetter

Bereits eine Stunde vor Konzertbeginn hört man die Bläser vom Turm der Kirche spielen. Erst um 20 Uhr beginnt das eigentliche Konzert.

Zur Eröffnung präsentiert das elfköpfige Ensemble fünf Tänze von Tylman Susato , die in schnellen und ruhigeren Sätzen bereits zahlreiche Facetten aufzeigen. Gerade durch die Teilung des Ensembles, acht Bläser spielen im Altarraum, drei weitere von der Orgelempore aus, wird das Kirchenschiff auf beeindruckende Weise vom klaren Bläserklang erfüllt.

So auch bei dem Echo von Bach für drei Blechbläsergruppen: Die Musiker teilen sich in noch kleinere Gruppen auf, die Musik erklingt nun teils durch die Mauern der Kirche wie ein leises, gedämpftes Echo aus der Ferne.

Weitaus moderner klingen die Variationen über einen Choral von Petr Eben aus dem Jahre 1969. In einer kurzen Analyse beschreibt Güttler vorab die fünf Variationen als vielschichtige Musik, die von Gegensätzen, minimalistischen Formen, Zitaten und Virtuosität durchzogen wird. Die Feinheit  mit der das Ensemble die einzelnen Ebenen der Komposition darbietet ist erstaunlich.

Die strahlende Klarheit des Bläserklangs hält sich den ganzen Konzertabend hindurch. Immer wieder finden sich die Musiker in kleinen Chören zusammen und spielen miteinander. Und doch ist auch jede Stimme für sich detailliert herauszuhören. Güttler selbst strahlt während des 90-minütigen Konzertes beim Trompetenspiel und gleichzeitigem Dirigat stets eine außerordentliche Ruhe und Zufriedenheit aus.

Das Publikum belohnt die Musiker für ihre hervorragende Darbietung mit langanhaltendem Applaus. Nach drei kurzen Zugaben muss sich das Blechbläserensemble dann doch verabschieden.

Von Tina Evers

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