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„Man ist das ganze Leben lang Student“

Garvie über Musik „Man ist das ganze Leben lang Student“

Er ist Trompeter und hat in diesem Jahr das „Arbeitsstipendium Jazz der Stadt Frankfurt“ gewonnen. Gerade ist Valentín Garvie aber hauptsächlich Lehrer und gibt sein Können und seine Leidenschaft für Musik beim Meisterkurs „Epoche f“ an Nachwuchsmusiker weiter, Preisträger des Bundeswettbewerbs von „Jugend musiziert“.

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Zwischen Neuer Musik und Jazz: Valentín Garvie (Mitte).

Quelle: Baier

Der Meisterkurs, der seit mehreren Jahren und zum zweiten Mal in der Landesmusikakademie Niedersachsen in Wolfenbüttel stattfindet, gibt Jugendlichen die Möglichkeit sich mit Spieltechniken der Neuen Musik vertraut zu machen und mit Profimusikern des Ensembles Modern wie dem aus Argentinien stammenden Garvie zu musizieren und schließlich zur konzertieren.

Garvie schätzt die Arbeit mit dem Nachwuchs: „Sie haben diese Frische und Kreativität“, stellt er begeistert fest. Dieses Spielerische gelte es, sich als Musiker zu erhalten. Im Kurs werde es vor allem durch Improvisationen herausgekitzelt.

Leidenschaft und der Spaß an der Musik seien für ihn die Grundpfeiler für eine musikalische Karriere. Man müsse sich aber auch darüber klar sein, dass man nicht nur mit dem Instrument in der Hand arbeite sondern auch viel an der eigenen Persönlichkeit: „Als Musiker ist man das ganze Leben lang Student“, sagt er lachend.

Seit seiner Kindheit sei er den unterschiedlichsten Stilrichtungen ausgesetzt gewesen. Dabei habe ihm sein Vater, der Jazztrompete spielte, die Welt des Jazz eröffnet.

Ein Zufall sei es gewesen, dass er im Alter von 13 Jahren in der argentinischen Provinz den Musiklehrer Marcelo Perticone kennenlernte, der seinen Werdegang ebenfalls entscheidend prägte und ihn unter anderem mit der Musik des 20. Jahrhunderts vertraut machte. 

Diese besondere Lehrer-Schüler-Beziehung besteht bis heute, und Garvie spielt in den zwei Abschlusskonzerten des Kurses in Wolfenbüttel und Göttingen ein Werk seines alten Lehrers als Solist. Perticone lässt es sich nicht nehmen, dabei zu sein.

Jazz und Neue Musik, passt das zusammen? Garvie beschreibt beide Richtungen als Pole, die sich gegenseitig beeinflussen. „Ich versuche immer mehr Brücken zwischen beiden Welten zu schaffen.“

Dafür sei sein Job beim Ensemble Modern ideal, denn er sei ständig mit neuen Klängen und neuen Klangmöglichkeiten konfrontiert und könne diese in sein Spiel einfließen lassen.

Von Marie Varela

Das Ensemble „Epoche f“ spielt am Donnerstag, 29. November, um 19.30 Uhr in der Aula am Wilhelmsplatz in Göttingen.

Karten gibt es in den Tageblatt-Geschäftsstellen, Jüdenstraße 13c in Göttingen und Auf der Spiegelbrücke 11 in Duderstadt.

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