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Mark Forster heizt der Lokhalle ein

Tape-Tour Mark Forster heizt der Lokhalle ein

Mark Forster rief und über 4500 Besucher kamen zum vorletzten Konzert seiner „Tape-Tour“ in die Göttinger Lokhalle. Ursprünglich für den 16. Dezember geplant, musste der Gig wegen Verpflichtungen für eine Fernsehaufzeichnung auf den Tag vor dem Nikolaustag vorverlegt werden.

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Mark Forster gastiert auf seiner "Tape-Tour" in der Göttinger Lokhalle.

Quelle: Mischke

Göttingen. Der 33-jährige Sänger und seine Band legten den Gästen ein wahres Hitfeuerwerk in den Stiefel. Mehr als zwei Stunden lang heizten sie den Besuchern mit Rock, Pop, Balladen, viel Licht und technischen Gimmicks ein.

Felix (12) und Jona (9) aus Niedernjesa tragen Forster-T-Shirts und erleben mit ihren Eltern ihr erstes Lokhallen-Konzert. Die Vorfreude ist groß. Mutter Anette hat Tribünenkarten gekauft, damit die Kids auch eine Chance haben, etwas zu sehen. Jona hofft, sein derzeitiges Lieblingslied „Was Ernstes“ zu hören. Pünktlich um 20 Uhr geht es los, Forster stürmt auf die Bühne, die durch einen kurzen Steg Richtung Publikum verlängert ist. Dort wird er sich die meiste Zeit aufhalten. Seinen aktuellen Hit „Sowieso“, bringt er selbstbewusst gleich zu Beginn. Es folgt Jonas’ Favorit. Das Publikum in der Lokhalle rastet beim folgenden Song „Für immer forever“ komplett aus. Forster weiß, was seine Fans lieben und gibt ihnen genau das.

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Mark Forster in der Lokhalle

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Beim Intro zu „Immer immer gleich“ gibt es ein technisches Problem, zweimal nacheinander. Alles klingt schon jetzt nach „unplugged“, was aber erst später folgen soll. Forster fragt seinen Soundmann, ob das wohl ein „running gag“ wird und trägt es mit Fassung. Im dritten Versuch klappt es und es entsteht eine wunderbare Midtempo-Pop-Nummer. Forster schafft permanent Nähe zu seinem Publikum. Nicht nur durch seine Animation zum Mitsingen und Arme schwenken, sondern auch durch seine Geschichten, die er zwischen den Songs erzählt. Er plaudert von seiner Schwester Natalie, die aus unerfindlichen Gründen immer sauer auf ihn sei. „Meine Schwester ist wie ein Bruder für mich“, beendet der Sänger eine etwas zu lang geratene Familiengeschichte über den Geburtstag seiner Mutter und ein nicht gekauftes Kleid und singt das Lied, das er für Natalie geschrieben hat.

Mark Forster gibt Gas

Mark Forster gibt Gas.

Quelle: Mischke

Eine kaum merkliche Umbaupause findet hinter dem bühnenbreiten Vorhang statt, während Forster – jetzt mit umgehängter Akustikgitarre – seinen Überraschungsgast begrüßt. Rapperin Amanda, die schon im vergangenen September beim NDR-Soundcheck-Abschlusskonzert in der Lokhalle zu Gast war, singt mit Forster ihren Hit „Blau“. In seiner reduzierten und zweistimmig gesungenen Form ist der Song ein Glanzlicht des Abends, das die Besucher mit lang anhaltendem Applaus feiern. Das gilt auch für das gesamte folgende Unplugged-Set, das Forster und seine unglaublich gute Backing-Band auf dem kleinen Steg auf engstem Raum präsentieren. Selbst in der großen ehemaligen Lokrichthalle entsteht so etwas wie Wohnzimmer-Atmosphäre. Forsters Herzschlag bei „Kogong“ spürt sicher jeder Besucher auch im entlegensten Winkel der Halle. Der nächste Gänsehautmoment gleich im Anschluss: „Schöner Scherbenhaufen“ kommt derart intensiv daher, dass sich viele Paare in den Armen liegen und darüber sogar für einen Moment das Filmen mit dem Handy vergessen.

Mit „Ich trink auf dich“ folgt ein herrlich groovender Reggae, den Forster in der Vox-Serie „Sing meinen Song“ mit Gentleman gesungen hat. Mit „Bauch und Kopf“ und „Chöre“ als Zugabe, garniert mit sehr viel Konfetti, einem absolut textfesten Publikum und einem echten Indoor-Feuerwerk schicken Forster und seine Band die Besucher nach zwei Stunden hinaus in die kalte Dezembernacht.

Von Christoph Mischke

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