Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Max Beckmanns Welt als Bühne
Nachrichten Kultur Regional Max Beckmanns Welt als Bühne
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:04 28.09.2017
Werke von Max Beckmann sind in der Bremer Kunsthalle zu sehen. Quelle: dpa
Anzeige
Bremen

Das Bild als Bühne, der Maler als Spielleiter: Mit diesem zentralen Motiv zeigt die Bremer Kunsthalle von Sonnabend an eine große Max-Beckmann-Schau, die sich unter dem Titel „Welttheater“ ganz auf Motive zu Zirkus, Theater und Varieté konzentriert. „Es ist die erste Ausstellung, die sich diesem Aspekt im Werk Beckmanns umfassend widmet“, sagte am Donnerstag Kunsthallen-Direktor Christoph Grunenberg. Bis 4. Februar sind in Bremen 120 Werke aus der Zeit zwischen 1920 und 1950 zu sehen, darunter seltene Leihgaben internationaler Privatsammlungen und Museen in Europa und den USA.

Die Kunsthalle besitzt selber bedeutende Gemälde von Max Beckmann (1884-1950) wie den „Apachentanz“ aus dem Jahr 1938, eine seiner wenigen Skulpturen sowie das fast vollständige grafische Werk. Das war die Grundlage der Ausstellung, die später auch im Potsdamer Museum Barberini zu sehen sein soll. Besondere Höhepunkte der Ausstellung sind Beckmanns „Familienbild“ aus dem Jahr 1920 und zwei großformatige Triptychen, alles Leihgaben aus den USA.

„Viele Gemälde Beckmanns zeigen Szenen aus Theater, Zirkus und Varieté“, sagte Kuratorin Verena Borgmann. „Bilder wie der Balanceakt des Seiltänzers sind als Kommentare zum verunsichernden Weltgeschehen zu lesen - und in dieser Hinsicht hoch aktuell.“ Den Begriff des Welttheaters hatte Stephan Lackner (1910-2000) geprägt, Autor, Kunstsammler und Vertrauter Beckmanns. Er verband ihn mit der Bildsprache des Malers. „Sie beschreibt die Welt als Bühne, auf der sich alles menschliche Handeln als Schauspiel zeigt“, erläuterte Borgmann. Lackner verwendete den Begriff 1938 in einer Phase umfassender Verunsicherung und Bedrohung der Kulturszene, die ihn genauso wie Beckmann betraf. Ein Jahr zuvor war der Maler ins Exil nach Amsterdam gegangen.

Von lnb

„Räudigen Hillbilly“ verspricht der Göttinger Nörgelbuff für Freitagabend.

28.09.2017
Regional Kultur / Impro-Theater - Kießling und Kaffka improvisieren

Nele Kießling ist in Göttingen aufgewachsen. Hier ist sie mit Impro-Theater in Berührung gekommen – und jetzt selbst eine gefragte Impro-Schauspielerin.

01.10.2017
Regional Kultur / Stadthalle Göttingen - Bendzkos Wohnzimmer

Tim Bendzko kommt am Sonnabend, 25. November, zu einem Konzert in die Stadthalle, Albaniplatz 2. „Mein Wohnzimmer ist dein Wohnzimmer“ heißt die Tour. Das Tageblatt verlost Karten für den Auftritt Bendzkos.

29.09.2017
Anzeige