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Regional Melancholische Popsongs von Johna
Nachrichten Kultur Regional Melancholische Popsongs von Johna
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00:17 11.12.2016
Etwas kühl erzählt Johna ihre Geschichten zu den Songs. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Auf ihren Tourneen wird sie stets von ihrem langjährigen musikalischen Partner Kolja Pfeiffer an den Keyboards und der Cajon begleitet, der den passenden musikalischen Background für ihre Musik entwirft. Mehrmals haben sie schon Konzerte und Workshops auf dem Kreuzfahrtschiff „Aida“ gegeben.

Johnas Musik ist hörbar inspiriert von der amerikanischen Singer-Songwriter Szene. So war es konsequent, ihr aktuelles Album „The Long Way Home“ in Los Angeles aufzunehmen. Als Produzent konnte sie Peter Malick gewinnen, der schon mit Norah Jones zusammengearbeitet hat.

Poppige Arrangements mit einer teils getragen melancholischen Grundstimmung zeichnen die Songs Johnas aus. Ihre zeitlosen, unaufgeregten Arrangements vereinen Leichtigkeit wie auch Tiefgang in schönen, fließenden Melodien, gesungen mit heller, teils energischer Stimme. Dazu setzt Pfeiffer feine musikalische Akzente auf dem Piano oder der Melodika und legt gleichzeitig den Rhythmus über ein Fußpedal auf der Cajon.

Etwas kühl erzählt Johna ihre Geschichten zu den Songs. Während einer kleinen Westküstenclubtour haben sie auch in Las Vegas gespielt. Der Walzer „Ballad Of The Gambler“ erzählt von einem dort gestrandeten Mann, der vor sechzehn Jahren sein ganzes Geld verspielt hat und nun als Obdachloser sein Dasein fristet. In „Heart On A Plane“ singt sie zur Ukulele über ihre Flugangst und „Street On Fire“ handelt von einer Straße in Vancouver, die man als Tourist besser meiden sollte. Für „Over Now“ bewegt sich Johna zu Beginn unplugged durch das Publikum, bevor der Song im zweiten Teil auf der Bühne richtig Fahrt aufnimmt.

Neben eigenen Liedern haben sie auch eine feine Auswahl an Cover Songs im Programm. Eindringlich interpretiert Johna solo nur zur Gitarre Joni Mitchells „River“. Zu einem der schönsten Lieder von Anna Ternheim „My heart still beats for you“ erzählt Johna vorweg von einer Blind Dinner Einladung für ihre Mutter. Sie spielen das Lied dann auch stimmungsvoll im Dunkeln. Der kleinen Tochter von Pfeiffer zu Liebe haben sie mit „Human“ von „Rag'n'Bone Man“ auch einen aktuellen Hit im Gepäck.

Zum Ende tauschen sie ihre Instrumente und der Abend klingt mit „One More Time“ sehr getragen, fast feierlich, passend zur Jahreszeit und mit wohligem Applaus bedacht, aus.

Von Jörg Linnhoff

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