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Regional Merry-go-round im Nörgelbuff
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18:24 17.04.2018
(v.l.): Schlagzeuger Johannes Förster und Gitarrist Sascha Pelzel: Mit ihrer Goettinger Band Merry-go-round geben sie ein Konzert im Nörgelbuff. Quelle: Joerg Linnhoff
Göttingen

Ein Jahr haben sie an ihrem dritten Album „Tijuana Sunset Boulevard Supergirl“ gearbeitet. Dies wurde fast komplett unter Live-Bedingungen in ihrem Proberaum in der Musa aufgenommen, „um so etwas mehr Leben in die Aufnahme zu bringen“, erzählt Sänger und Gitarrist Sascha Pelzel, „Da du deine Bandkollegen sehen, hören und spüren kannst, hast du ein ganz anderes Feeling und die Aufnahmen bekommen zusätzlich eine etwas dreckigere Note“. Die Band hat sich über die Jahre entsprechendes Aufnahme-Equipment besorgt. Ein externes Studio hätte neben hohen Kosten auch eine räumliche Trennung der Musiker bedeutet.

Als Live-Band zurück zu den Wurzeln

Sie hätten zurück zu ihren Anfängen gewollt, ergänzt Schlagzeuger Johannes Förster, denn sie würden sich als Live-Band begreifen und so sei es folgerichtig gewesen, die Songs auch unter diesen Bedingungen einzuspielen. Nur der Gesang und die Bläser seien Overdubs. Pelzel hat die meisten der Songs komponiert und mit sehr persönlichen Texten versehen. Im Proberaum wird dann mit der gesamten Band am Feintuning gefeilt. Gegebenenfalls für untauglich befundene Songs werden ausgesiebt. Wichtig sei, dass jeder Musiker sich mit dem jeweiligen Song identifizieren könne, fügt Pelzel an.

Gemischt und gemastert wurde das Album von ihrem Tontechniker Pablo Buchholtz. Und als Pelzel beim Feiern im JT an der Bar zufällig einen ihrer treuesten Fans Marco Wagner trifft und dieser ihm erzählt, dass er eine Ausbildung zum Grafik-Designer mache, habe er diesen gleich „für die Covergestaltung verhaftet“. So ist das gesamte Werk ein Do-it-yourself-Produkt geworden. Auch das Video zu dem Song „I dont´t know what to say“ wurde mit Hilfe von Wagner und einem Kollegen aus der Musa, Jörg Winkler, gedreht.

Bandgründung 2005

Die Idee zur Bandgründung entstand 2005 auf einer Geburtstagsfeier der Schwester von Frontmann Sascha Pelzel, auf der dieser den Schlagzeuger Johannes Förster kennenlernte. Zu Beginn haben sie mit einem zweiten Gitarristen wildes Indie-Zeug gespielt. Als dann die Bläser dazukamen, entwickelte sich ihr Sound hin zu einem Mix aus Rock mit Pop-, Ska- und Reggaeeinflüssen.

Neben Pelzel und Förster besteht die Band aktuell aus Sebastian Strzys, Bass, Sacha Kugler, Gitarre, Gesang, der auch drei Songs beigesteuert hat, sowie aus Mirco Turinsky, Trompete und Philipp Schröder, Posaune. Beim Titel-Song „Tijuana Sunset Boulevard Supergirl“ darf sich Michael Schluff vom Rockbüro als Special Guest an der Orgel auslassen.

So klingt das neue Album:

Der Titel ergebe keinen wirklichen Sinn, so Pelzel, aber es sei der einzige Song, der komplett im Bandgefüge entstanden sei. Bei der Benennung hätte jeder eine Assoziation, die er mit dem Song verbindet, mit einem Wort ausdrücken können. Die einzelnen Worte wurden dann zum Titel zusammengefügt.

Das ganze Album glänzt mit frischem, richtig gut abgehenden Pop-Ska-Rock mit einer gehörigen Prise Punk, wie sie ihre Musik selbst benennen, Dabei wird ein höllisches Tempo gefahren, so dass kaum Luft zu Atmen bleibt.

Am 21. April findet im Nörgelbuff ihr Record-Release Konzert statt, bei dem allerdings ihr Posaunist fehlen wird. Er weilt gerade in den USA. Ersetzen wird ihn an dem Abend Fabian Haller, der bereits früher viele Jahre bei der Band gespielt hat. Weitere Konzerte sind geplant.

Von Joerg Linnhoff

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