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Regional Moderner Tanz und klassische Musik in der Göttinger Lokhalle
Nachrichten Kultur Regional Moderner Tanz und klassische Musik in der Göttinger Lokhalle
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00:19 26.05.2013
Erfolgreicher Vorläufer: eine Performance von Kara-Schülerinnen beim „Linien“-Festival 2010 in der Lokhalle in Göttingen. Quelle: EF
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Göttingen

Igor Strawinsky brachte vor 100 Jahren mit dem Ballett „Sacre du Printemps“ ein Schlüsselwerk der Moderne in der klassischen Musik heraus. Profis und Amateure sollen es in Göttingen aufführen.

Organisator Nils König, Choreographin Judith Kara und Christoph Mathias-Mueller, Chef des Göttinger Symphonie-Orchesters (GSO), haben sich dafür zusammengetan.

Kara will „Sacre du Printemps“ zeitgleich auf den drei Bühnen in Szene setzen. Die Besitzerin der Göttinger Ballettschule „Art la Danse“ wird auch Ludwig van Beethovens 5. Symphonie als Ballettmusik verwenden und so das Schicksalsmotiv, das beide Musikstücke eint, zum verbindenden Element des Abends machen.

„Es ist ein tänzerisch-künstlerischer Spagat“, meint Kara zu dem Projekt. Die Proben dafür haben begonnen, um die 50 bis 70 Schüler und Schülerinnen aus sechs Schulen in Göttingen und Umgebung für das Festival fit zu machen.

Sie werden mit 25 Ballettschülerinnen aus Hamburg und acht Solisten tanzen. Zu den Profitänzern gehören zwei ehemalige Kara-Schülerinnen: Marie Theres Zechiel und Ufuoma Essi.

Moderne Musikformen und Tanzperformances

Die drei kreisförmigen Bühnen­elemente entstehen durch eine formgebende Beleuchtung. Der Boden der Lokhalle wird zur Tanzbühne. Die drei Kreise mit Durchmessern von zehn Metern sollen ein Dreieck bilden von zwei Zuschauerbühnen und einem Orchesterpodest umgeben.

Die Tribünen ermöglichen eine außergewöhnliche Sicht auf das Tanzgeschehen, so König.

Der ehemalige Ratsherr der Grünen und Initiator der Aktion „Kultur unterstützt Stadt Göttingen“ hat bereits die Festivals „Experiment Geschwindigkeit“ im Jahr 2004 und „Linien“ im Jahr 2010 verwirklicht und damit moderne Musikformen und Tanzperformances präsentiert.

Und nun haben wir „es noch einmal geschafft, die Lokhalle für ein solches Festival zu erhalten“. Die Hausherrin der Lokhalle, die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG), wird mit dem GSO Veranstalter des Festivals sein.

200 Freikarten für Schüler

Christoph-Mathias Mueller will die Strawinsky-Serie vollenden. Feuervogel und Petruschka hat er schon dirigiert. „Sacre musste kommen“, erklärt der Generalmusikdirektor nun, dessen GSO Verstärkung von weiteren Musikern erhalten soll, um auf die Größe von 80 I nstrumentalisten anzuwachsen.

„Das wird schon von der Größe her etwas Besonderes“, meint Mueller mit Blick auf den Orchester-Umfang, die Zahl der Tänzer und die 1580 Zuschauerplätze pro Aufführung. Zweimal, am Sonnabend, 6., und am Sonntag, 7. September,  wird „Sacre du Printemps“ zu sehen sein.

Zwischendrin ist das Foyer der Lokhalle am Sonnabend geöffnet für den „Tanzreigen“ von 15 bis 18 Uhr mit sieben Tanz- und Musik-Aufführungen. Und für jede der beiden Aufführungen stehen 200 Freikarten für Schüler zur Verfügung.

Tickets für „Sacre du Printemps – ein Festival für Modernen Tanz und klassische Musik“ am 6. und 7. September gibt es ab Montag, 10. Juni, unter anderem in den Tageblatt-Geschäftsstellen, Jüdenstraße 13c in Göttingen und auf der Spiegelbrücke 11 in Duderstadt.

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