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Regional 6000 begeisterte Fans beim Lokhallenfinale
Nachrichten Kultur Regional 6000 begeisterte Fans beim Lokhallenfinale
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11:17 16.09.2018
NDR-Soundcheck: das Finale in der Lokhalle mit Revolverheld und Lotte stehen gemeinsam auf der Bühne. Quelle: Richter
Göttingen

„Göttingen, seid Ihr wach?“, begrüßte Moderator Jens Mahrhold das Publikum. Sein Job war, die Leute in Stimmung zu bringen. Er übte mit ihnen das gesamte Spektrum vom leichten Applaus bis zum kompletten Ausrasten. Schließlich sollte Göttingen bei der Live-Übertragung einen guten und vor allem lauten Eindruck machen.

Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) erlebte sein siebentes Konzert beim Festival, freute sich besonders auf Revolverheld, aber auch auf Bosse und Lotte. Die Songs kenne er, wie er erzählte, aus dem Radio. Auf der Bühne war kurz darauf anstelle eines Radios Tonbandgerät zu hören mit „Sekundenstill“, „Beckenrand“ und dem neuen „Mein Herz ist ein Tourist“. „Was für eine gute Stimmung“, lobte Sänger Ole Specht das Publikum. Er erklärte, dass die Band schon früher gute Erfahrungen in der Göttinger Lokhalle gemacht habe, mit Platz fünf beim Bundesvision Song Contest 2014 und dem Lied „Alles geht“. Und das spielten sie zum Abschluss.

NDR 2 Soundcheck – das Finale

Die Umbaupausen überbrückten die Moderatoren Holger Ponik und Ilka Petersen mit Interviews. Joris bat, dass jeder ein wenig Licht in die Welt bringe. Bosse sprach unter anderem über seine Tochter, Revolverheld über Liebe und Lotte über das erste Mal. Sie meinte den Auftritt mit Joris wenige Minuten zuvor in der Lokhalle, als sie zum ersten Mal „Wer wir geworden sind“ zusammen auf einer Bühne sangen. Als zweite Künstlerin des Abends startete Lotte mit „Auch wenn’s zu Ende geht“ und „Auf beiden Beinen“. Dann kam das Duett, ehe bei „Pauken“ das Publikum von ihr gefordert wurde: „Wenn ihr den Text nicht kennt, ist es egal. Schreit einfach irgendwas raus. Ich möchte nur, dass es so laut ist, wie es geht.“

„Kann mich irgendjemand hören?“ fragte Joris in seinem Auftaktlied „Signal“. Weiter ging es mit „Sommerregen“ und „Glück auf“. „Und immer wenn es Zeit wär zu gehen“ heißt es in seinem letzten Song „Herz über Kopf“. „Alter Schwede, Ihr könnt das alle“, war er begeistert von den Zuschauern. Dann kam Bosse auf die Bühne. „So oder so“ ließ er das Publikum mitsingen. Mit „Alles ist jetzt“ und „Augen zu Musik an“ bot er den Fans zwei Lieder vom neuen Album, ehe er ihnen die „Schönste Zeit“ servierte. Für den letzten Song „Frankfurt Oder“ forderte Bosse dafür „den höchsten Sprung, den sexiesten Tanz und den lautesten Schrei“.

„Das kann uns keiner nehmen“

Das Finale des Finales bestritten Revolverheld, zunächst mit „Immer noch fühlen“, dann mit „Das kann uns keiner nehmen“. „Das hier sind für uns die heiligen Bretter“, erklärte Sänger Johannes Strate, denn in der Lokhalle habe die Band 2014 den Bundesvision Song Contest gewonnen. Beim neuen Song „Liebe auf Distanz“ unterstützte Lotte die Band, bei „Spinner“ kam Ole Specht hinzu. „Könnt Ihr mal leuchten?“ fragte Strate. Das Publikum leuchtete und sang ohne ihn „Ich lass für Dich das Licht an“. Als Zugabe gab es „Lass uns gehen“, den Siegertitel von 2014. „Der offizielle Teil ist beendet“, erklärte der Sänger, „aber habt ihr noch Bock?“ Nach einem Statement gegen Nazis und die AfD spielten Revolverheld mit „Darf ich bitten“ dann endgültig den letzten Titel des Abends.

„Richtig gut“ fand Jessica de Fries, die aus dem Harz angereist war, das Finale. „Besonders Revolverheld, aber auch die Newcomer waren spitze.“ Die Göttingerin Claudia Strauß war bislang in jedem Jahr dabei. „Es war immer gut“, sagte sie, „auch dieses Mal.“ Die Meinung teilte Christian Henne. In diesem Jahr habe er nur das Finale gesehen, doch das habe habe sich auf jeden Fall gelohnt. „Das Finale war sehr gut“, zeigte sich auch Konstantin Groß aus Hann. Münden begeistert, „so wie immer.“ Er ist seit drei Jahren dabei. Der 22-Jährige lobte die „super Auswahl“. „Nächstes Jahr bin ich wieder dabei.“

Von Rüdiger Franke

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