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Schmeichelnde Stimme, schmachtende Blicke

NDR2 Soundcheck Schmeichelnde Stimme, schmachtende Blicke

Schon beim zweiten Lied hat es die vielen jungen Frauen nicht mehr auf ihren Sitzen gehalten. Mit schmachtenden Blicken wiegten sich am Freitagabend die weiblichen Fans in Göttingens Deutschen Theater zu Zak Abels (22) ins Blut gehenden Rhythmen, seiner schmeichelnden Stimme und dem Schlafzimmerblick.

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Quelle: Niklas Richter

Göttingen. Schon beim zweiten Lied hat es die vielen jungen Frauen nicht mehr auf ihren Sitzen gehalten. Mit schmachtenden Blicken wiegten sich am Freitagabend die weiblichen Fans in Göttingens Deutschen Theater zu Zak Abels (22) ins Blut gehenden Rhythmen, seiner schmeichelnden Stimme und dem Schlafzimmerblick.

Mit seinem jungenhaften Lachen und den beim Tanzen ständig ins Gesicht fallenden Haarsträhnen eroberte der britische Popstar beim Sound-Check-Konzert die Herzen des jungen Publikums. Dem NDR hatte er in einem Interview vor der Sendung verraten, warum er seine erfolgversprechende Karriere als Tischtennisspieler nicht weiterverfolgt hatte. Mit seinen Lidern könne er seine Gefühle besser ausdrücken. Einen romantischen Aufschlag oder eine traurige Rückhand gebe es nicht. Begeistert klatschte und sang das Publikum mit.

Um Liebe, Vertrauen und Authenzität geht es in den Liedern des Musikers, der in Göttingen gemeinsam mit einem Keyboard-Spieler und einem Schlagzeuger, zwei massigen Schwarzen, auf der Bühne stand. Jeder Mensch, so der Sänger, sei liebenswert, ganz so wie er sei, egal welche sexuelle Orientierung er habe. „Deserve to be loved“ hieß die Ballade. In grünes Licht tauchten die Scheinwerfer die Bühne. Wie ein Schwarm von Glühwürmchen leuchteten die Leuchtdiodenringe, die am Eingang an das Publikum verteilt worden waren, im Dunklen des Theaters.

Viele gute Dinge im Leben

In „Beautiful life“ ermutigte Zak Abel seine Zuhörer, sich nicht von den schrecklichen Meldungen der Nachrichtensendungen herunterziehen zu lassen. Es gäbe so „viele, richtig gute Dinge im Leben“, betonte der Sänger. Darauf sollten die Menschen ihren Blick richten.

In „Only when we’re naked“, der Titelsong seines am 6. Oktober herauskommenden Debutalbums, ging es um die Freiheit des Nacktseins. „Stell dir vor, du bist ganz allein zuhause und tanzt“, flötete er und schob nach, „und nur ich schaue dir zu.“ Zu seinem Lied „Unstable“, einer im Netz Millionen Mal gestreamten Single, stieg er von der Bühne und sang mit zwei Frauen im Arm. Die beiden konnten ihr Glück kaum fassen.

Von Michael Caspar

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