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Ein Hauch von „Voice of Germany“

„Fräulein Wunder“ im Nörgelbuff Ein Hauch von „Voice of Germany“

Zum Jahresende hat Frau Pauli zur Winterausgabe der ausschließlich Frauenstimmen gewidmeten Reihe „Fräulein Wunder“ zwei Sängerinnen auf die Bühne des Nörgelbuffs. eingeladen, aber nur Natascha Bell, eine ehemalige Teilnehmerin von „Voice of Germany“, kam.

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Zu Gast beim „Fräulein Wunder“ im Nörgelbuff: Natascha Bell.

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Göttingen. Helen Landzettel musste nachmittags wegen Krankheit absagen. Für sie sprang Frau Pauli ein und übernahm neben der Moderation auch den Part der zweiten Künstlerin.

Das Konzept der an den vier Jahreszeiten orientierten mit entsprechender Bühnendekoration versehenen Reihe ist, zwei Sängerinnen im Wechsel zwei Sets spielen zu lassen, jeweils unterbrochen durch locker heitere Interviews.

Natascha Bell, in England geboren, landete letztendlich in Hannover, um Popular Music zu studieren. Ihre Teilnahme an der ersten Staffel von “The Voice of Germany” verhalf Bell zu deutschlandweiter Bekanntheit.

Bell hat neben ihrer Gitarre einige Fußtechnik mitgebracht, um so mit Delays echoähnliche Effekte zu erzeugen oder über eine Loopstation eingesungene Klänge zu doppeln. Diese nutzt sie dann weidlich, wie in „I can only“, als Chor- oder Rhythmusbegleitung. „Trip“, das Titelstück ihrer letzten EP, kommt mit entspannter, sich wiederholender Gitarrenlinie ganz ohne Effekte aus. Für ihren zweiten Set verspricht Bell im Interview mit Pauli Lieder über Liebe und Wut. Dann übernimmt Pauli die Bühne und singt mit klarer Stimme deutschsprachige Lieder über etwas, was sie nicht hat („Masterplan“) oder führt ein Zwiegespräch mit sich selbst in „Anfang“.

Frühlingsgefühle verbreitet Bell im zweiten Set mit ihrem „Favourite Song“, ein mit kräftiger Stimme gesungenes sehr fröhliches Lied. In „Smash the Window“ lässt sie dann ihrer Wut mit heftigen Gitarrenanschlägen und lautem Organ freien Lauf. Bisweilen hat es jedoch den Anschein, dass sie sich ihrer Technik verliert. Dadurch wirken die Stücke zu abgehackt synthetisch. Der Funke will nicht so recht überspringen. „Where you go“ ist ein gegenteiliges Beispiel. Sparsame schleppende Rhythmen, per Loop erzeugt durch ein über das Mikrofon geriebenen Massageball, untermalen ihren hellen Gesang und strahlen eine spezielle Magie aus.

Zwischendurch werden in humorvollem Austausch Mixtapes mit prägenden Liedern aus der Vergangenheit ausgetauscht oder Karriereziele besprochen. Der Abend endet mit Paulis Lied „Tennis“, in dem es um den Verlust der ersten Liebe geht. Ein Verlust wäre auch die Einstellung dieser unterhaltsamen, von Pauli stets charmant geführten Reihe mit durchweg tollen Musikerinnen.

Von Jörg Linnhoff

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