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Nena-Songs im Nieselregen

Open-Air-Festival Nena-Songs im Nieselregen

Das Christophorus-Haus hat ein Benefiz-Festival organisiert. Sechs Bands ließen sich vom Wetter nicht abhalten.

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Rock für guten Zweck: „Feltmann“-Musiker Dirk Rosenplänter und Markus Becker (rechts).

Quelle: Heller

Das Wetter meint es beim Open-Air-Festival auf dem Gelände des Christophorus-Hauses Göttingen nicht gut: Bei knapp 15 Grad und Dauerniesel gehört schon ein starker Wille dazu, sich die sechs Bands anzuhören. Unter den aufgestellten Zelten sammeln sich dennoch Bewohner und Besucher, die sich am Ende des Konzertes mit Regenschirm und Jacke vor der großen Bühne tummeln. Mit der Nena-Cover-Band „Engel der Nacht“ singen sie dann von Meer und Strand, wo Sonne scheint. Und scheinen Regen und Temperatur fast vergessen zu haben. 

Neben den Nena-Covers hat sich die Band auf Songs der Neuen Deutschen Welle spezialisiert. „Skandal im Sperrbezirk“ der Spider Murphy Gang spielen sie ebenso wie „Westerland“ von den Ärzten. Als offiziell anerkannte Coverband durch Nena schafft es Frontfrau und Sängerin Sabine Raschka das Publikum zu powern, indem sie den leicht nuschelnden, leicht gedämpften Stil Nenas perfekt nachahmt. Musikalisch braucht sich die Band nicht zu verstecken: Die Musiker sind aufeinander eingespielt, routiniert-lässig wirkt ihr Programm.

Open Air hat Tradition

„Seit 14 Jahren gibt es schon diese Konzerte“, sagt Richarda Danielczick, Leiterin der Behindertenhilfe Wohnen. Die Bands verzichten auf ihre Gagen, die Techniker vermieten Geräte und Bühne zu einem Freundschaftspreis. „Die Erlöse kommen dem Haus zu Gute.“ Neben Freizeiten werden auch hausinterne Aktivitäten wie eine Disco für die Bewohner bezuschusst. „Durch die Konzerte wollen wir den Bewohnern Normalität geben“, erklärt sie weiter.

Erste Band das Nachmittags waren die jungen Musiker von „Wie’s geht“. Ihre Texte bezeichnen sie selbstironisch als dadaistisch bis intellektuell –  trashig kann man sie auch nennen. Probleme mit der Matratze oder der Verdauung werden darin behandelt. Ihr Sound macht dem Genre Garagen-Rock alle Ehre: ungeschliffen und nach vorne preschend. Man sieht den fünf Bandmitgliedern an, dass sie Spaß haben. Und man hört es. Da ist es schon egal, dass manche Tempi-Wechsel noch nicht richtig funktionieren. Außerdem spielten beim Festival  „Separated Minds“, „Catwalk“, „Hippocritz“ und „Feltmann“. 

Von Florian Heinz

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