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Regional Im Treiben der Musik
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12:22 02.05.2017
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Göttingen

Sphärische Klänge erwarten die Hörer im ersten Stück „Lied vom Frieden“. Das handelt, wie könnte es anders sein, vom Frieden - eine starke Botschaft gleich zu Anfang. Dieses Schema zieht sich durch das ganze Album, nahezu jeder Song der beiden transportiert eine Botschaft. Das Treiben bekommt hier gewissermaßen eine Richtung. Trotzdem ist ihr Werk keine schwere Kost, es wirft dennoch ein Licht auf Probleme der Zeit. Titel wie das beschwingte, an eine Mischung aus Chansons und A-cappella-Lieder erinnernde „Französisch“ lockern den Mix des Albums auf und sorgen für musikalische Kontraste.

Darin besteht ein weiteres Merkmal von „Fluss der Zeit“: Nicht nur von Titel zu Titel wechseln die Instrumente, auch innerhalb eines Stückes tritt bisweilen die eine oder andere Überraschung zu Tage. Mundharmonika, Banjo und Slide Guitar haben einen festen Platz in der musikalischen Welt von Eisbrenner und Lürig. So kann es bisweilen vorkommen, dass die Hörer sich plötzlich fühlen wie in einem Western-Saloon („Sgt. Pepper meint“) oder auch wie in einer Hafenkneipe („Das Lied von der Rebellion“).

Das im zweiten Titel „Kein Ort wie hier“ eingesetzte Klavier macht deutlich, wie Gesang und Instrumente bei Eisbrenner und Lührig harmonieren. Mit mal durchdringend kräftigen, dann wieder sanfteren Passagen bildet das Klavier einen Gegenpart zum Gesang, ähnlich einem Duett. Stets präsent sind Country-Elemente in fast allen Songs, aber auch poppigere Töne wie etwa auf dem beschwingt klingenden „Wie es wahr ist“ sind zu hören. Eisbrenner und Lürig, der lange Komponist und Produzent an der Seite von Heinz Rudolf Kunze war, haben mit „Fluss der Zeit“ ein facettenreiches Album geschaffen, das sowohl unterhaltsam wie auch nachdenklich daherkommt.

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