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"Nussknacker On Ice" in der Lokhalle

Winterliche Weihnacht "Nussknacker On Ice" in der Lokhalle

Das St. Petersburger Staatsballett hat am Mittwoch das klassische Stück „Der Nussknacker On Ice“ in der Lokhalle präsentiert. Nach der Choreografie von Konstantin Rassadin verwandelte das Ensemble das Ballett in ein temporeiches Spektakel auf dem Eis. In den Hauptrollen begeisterten Vera Osipenko und Roman Zarutskiy.

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Göttingen. Die Geschichte um den in einen Nussknacker verwandelten Prinzen spielt am Weihnachtsabend. In üppig bestickten Kostümen und mit weißen Perücken empfangen die Kinder ihre Geschenke. Eine große Stofffigur stellt den Nussknacker dar, den nur Clara vom Puppenmacher Drosselmeier annehmen will. Leidenschaftlich verteidigt sie ihn gegen den Mäusekönig, der das Haus nach Mitternacht heimsucht.

Osipenko gibt ihrer Clara eine verspielte Leichtigkeit, die das Publikum den schweißtreibenden Aufwand der anspruchsvollen, präzisen Choreografie vergessen lässt. Mit Anmut bringt sie die Zuneigung zu ihrem Prinzen zum Ausdruck und bewegt sich mit Zarutskiy in vollendeter Synchronie über das Eis. Mehrmals bedenkt das Publikum die zahlreichen Hebefiguren mit Applaus.

Ein Glanzlicht ist der Tanz der Schneeflocken am Ende des ersten Aktes. Unter rieselndem Kunstschnee ziehen die Tänzerinnen in weiß-glitzernden Tutus ihre Bahnen. Trotz der leider sehr lauten Schnee-Maschine entsteht eine winterliche Atmosphäre, die Ekatarina Kostromina und Karina Beresneva mit ihren Soli einfangen.

Das Ballett mit der Musik von Pjotr Tschaikowski erhält eine erfrischende Note durch die teilweise akrobatischen Einlagen der Tänzer. Das Lichtdesign von Oleg Stapanov bringt einige moderne Effekte hervor: Unter Schwarzlicht wirken die bedruckten Capes der Tänzer wie Schmetterlingsflügel, während des Kampfes mit dem Mäusekönig flimmern rote Lichter über die Bühne.

Das St. Petersburger „Eis-Ballett“ wurde 1967 von Konstantin Boyarski gegründet und befindet sich 125 Jahre nach seiner Uraufführung mit Tschaikowskis Bühnenstück auf Welttournee. Die harmonische Verbindung von klassischen Ballett und Elementen des Eiskunstlaufes würdigte das Publikum in der Lokhalle mit tosendem Applaus.

Von Jana Probst

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