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Regional Ohrenfeindt bittet zum nackten Tanz im Exil
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19:19 07.01.2019
Am Sonnabend, 12. Januar, betritt die Hamburger Band „Ohrenfeindt“ die Bühne des Exils. Quelle: www.carlitopix.com
Göttingen

Ohrenfeindt bezeichnet die eigene Musik als „Vollgasrock“ mit mehreren Ausrufezeichen. Das Trio aus Hamburgs Rotlichtviertel Sankt Pauli bittet zum Tanz. Nackt. Im Göttinger Exil tritt die Band am Sonnabend, 12. Januar, auf und verspricht ein Programm rund um das Album „Tanz nackt.“ aus dem vergangenen Herbst.

Im gleichnamigen Song geht es „nicht nur um den unbekleideten Tanz an der Stange, sondern auch um den Seelen-Striptease, den es braucht, um jemanden hinter deine Selbstschutz-Maske sehen zu lassen“, sagt Chris Laut, zuständig für Bass, Harp und Stimme. Der Song steht für die nachdenklichen Momente.

„Straighte Riffs ohne Fisimatenten“

Aber die Bandbreite der Band hat viel mehr in petto: „Wir konzentrieren uns auf das, was die Band von Anfang an ausgemacht hat: straighte Riffs ohne Fisimatenten mit klaren Ansagen in den Texten. Unsere Musik schwitzt, stampft, ächzt, kracht und rockt und rollt. Und das wollen wir möglichst nackt und ungeschminkt präsentieren“, sagt Laut.

"Hier werden Trommelfelle massiert", singt er in "Rock’n’Roll Psychiater" – und meint damit nicht nur das kraftvolle Spiel von Schlagwerker Andi Rohde. Mal mit dem groben Besteck wie in "Porschekiller", mal verliebt in "Hallo, Frau Doktor": Ohrenfeindt-Gitarrist Keule Rockt teilt stets mit der großen Kelle aus.

Ungeschliffen und rau

Auf der Tour zu ihrem achten Studioalbum gehen Ohrenfeindt wieder zurück zu ihren Wurzeln. Entsprechend ungeschliffen und rau ist ihr Sound, ob auf dem Tonträger oder live: „direkt aus dem Leben mitten ins Gesicht“ nennen sie es. Drei Männer und ihre Instrumente spielen um ihr Leben – so wie Rock’n’roll ihrer Meinung nach gefälligst zu sein hat.

Info: Ohrenfeindt treten am Sonnabend, 12. Januar, auf. Einlass ist um 19 Uhr, um 20 Uhr beginnt das Konzert im Exil, Weender Landstraße 5. Karten kosten im Vorverkauf 21, an der Abendkasse 25 Euro. Mit dem Kulturticket zahlen Studierende nur 17 Euro im Vorverkauf. Unter www.exil-web.de können Karten online erworben werden.

Von Lea Lang

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