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„Barbara“ und „Der kleine Prinz“ im Jungen Theater

Oktober-Premieren „Barbara“ und „Der kleine Prinz“ im Jungen Theater

Mit den Stücken „Barbara – gegen das Vergessen“ und „Der kleine Prinz“ präsentiert das Junge Theater (JT) in seiner Jubiläumsspielzeit gleich zwei Premieren mit Frankreich- und Göttingen-Bezug. Beide Aufführungen laufen erstmals im Oktober.

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Peter Christoph Grünberg, Katharina Brehl und Karsten Zinser (v.l.) sind in der Inszenierung „Barbara - gegen das Vergessen“ im Jungen Theater in Göttingen zu sehen.

Quelle: Foto: Maren Iben

Göttingen. „Jubiläumsspielzeit“ ist dabei wörtlich zu nehmen, denn das JT feiert nicht nur seine 60. Spielzeit, sondern verarbeitet eine Vielzahl an Jubiläen – von geschichtlichen Daten über bahnbrechende Entdeckungen bis hin zu Erstveröffentlichungen. Im Oktober kann sich das Publikum auf die Premiere zweier Stücke für unterschiedliche Altersgruppen freuen.

Im Jahr 1967 spielte die bekannte französische Chansonsängerin Barbara, die unter anderem mit ihrem selbst geschriebenen Lied „Göttingen“ populär wurde, ein Konzert in der Stadthalle Göttingen. Genau 50 Jahre später, am 4. Oktober, fand an diesem Ort ein Pressegespräch des JT statt. Der Grund: Das JT wird 20 Jahre nach dem Tod der Sängerin das Stück „Barbara – gegen das Vergessen“ aufführen. Die Premiere der Theateraufführung mit Musik auf der JT-Bühne ist für Sonnabend, 21. Oktober, 20 Uhr, angesetzt. „Wir wollen in diesem Stück nicht das Leben der Chansonsängerin nacherzählen, sondern spielen mit den Geschichten, die sich um das Phänomen Barbara ranken“, erklärte JT-Ensemble-Mitglied Peter Christoph Grünberg, der das Stück inszenieren wird. Wahrheit und mögliche, aber fiktive Darstellungen sollen dem Publikum die Charaktere näherbringen. „Wir wollen keine geschichtlichen Daten runterrattern“, so Grünberg. Dennoch habe das JT gemeinsam mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft, dem Städtischen Museum und dem Wallstein-Verlag Informationen und Geschichten zu Barbara und ihren legendären Auftritten in Göttingen zusammengetragen. Jan Reinartz, Karsten Zinser und Katharina Brehl, die das JT-Ensemble seit dieser Spielzeit verstärkt, werden in der Inszenierung zu sehen sein. In einer Zeit, in der sich das Klima in Deutschland und Europa eher in Richtung Spaltung anstatt des Zusammenhalts bewege, wolle das JT zudem ein politisches Statement setzen. Denn Barbara habe „Göttingen“ mit dem Wunsch nach Versöhnung zwischen Deutschland und Frankreich geschrieben – und gegen das Vergessen.

Ein weiteres Stück mit Bezug zu Frankreich feiert ebenfalls im Oktober Premiere im JT. Christine Hofer inszeniert, 75 Jahre nach der Erstveröffentlichung der gleichnamigen Geschichte, das Stück „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry – als Maskenspiel. Auch hier wolle das JT keine bloße Nacherzählung liefern, sondern setze bewusst Schwerpunkte. „In dem Stück beschäftigen wir uns vornehmlich mit den Themenkomplexen Freundschaft und Angst“, so Hofer. „Der kleine Prinz“ solle hierbei nicht nur die jüngeren Zuschauer sondern auch das erwachsene Publikum ansprechen. „Wir verwenden zwar eine einfache und direktes Sprache, jedoch nicht ausschließlich auf der kindlichen Ebene“, erklärt Hofer weiter. „Echte Werte“ wie Authentizität und Nachhaltigkeit seien in Göttingen wichtige Themen, so dass dem Zuschauer die Möglichkeit gegeben werde, sich ganz auf das Schauspiel einzulassen. „Der kleine Prinz“ wird am Sonntag, 15. Oktober, erstmals um 15 Uhr im JT aufgeführt.

Von Maren Iben

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