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Regional Oratorium „Verheißung“ geschrieben
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18:18 17.12.2009
Bewegt von der Bombardierung Bagdads: Ingolf Helm am Flügel. Quelle: Schäfer
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Nun hat er ein Oratorium komponiert. „Ich wollte immer was Großes schreiben“, erzählt der Musiker. Seine „Verheißungen“ für Soli, Chor und Orchester werden am Freitag, 18. Dezember, in der Göttinger Nikolaikirche uraufgeführt.

Die musikalische Keimzelle seines Oratoriums kann Helm genau datieren. Im Jahr 2003 machte er mit seiner Frau eine Reise nach Dresden und begegnete am 20. März in der Kreuzkirche einem alten Herrn, der ihm erzählte, das er in dieser Kirche bei der Bombardierung Dresdens 1945 Schutz gefunden habe. Am Nachmittag sah Helm mit seiner Frau im Fernseher des Hotels die Bilder der Bombardierung Bagdads: Der Irakkrieg hatte begonnen: „Das hat uns sehr bewegt“. Dabei kam Helm zu Bewusstsein, dass die Buchstaben des Wortes „Bagdad“ in Töne gesetzt werden können. „Das Sechston-Thema ist mir jahrelang im Kopf herumgegeistert“, berichtet er. „Es könnte von Bach stammen. Es ist grandios.“
Die Texte entnahm Helm dem Alten Testament, den Propheten und den Psalmen. Sie zeichnen den Weg des Volkes Israel nach, handeln vom Leid, von Hoffnung und Auferstehung. „Es ist ein sehr helles Ende, aber ein sehr beschwerlicher Weg“, beschreibt Helm seinen Ansatz. Und mit der Hoffnung am Ende ist auch eine christliche Botschaft verknüpft: „Verheißungen“ ist, so der Komponist, ein Advents-oratorium.
Karten für die Aufführungen am heutigen Freitag um 20 Uhr und am Sonntag, 20. Dezember, um 11.30 Uhr in der Göttinger Nikolaikirche gibt es unter anderem bei Nota bene, Burgstraße 33, in der Tourist-Information im Alten Rathaus und bei Uhlendorff, Paulinerstraße 13.

Michael Schäfer

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