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Regional Organistin Karolina Juodelyté in der Göttinger Jacobikirche
Nachrichten Kultur Regional Organistin Karolina Juodelyté in der Göttinger Jacobikirche
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19:27 25.04.2013
Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Buxtehudes Präludium in g-Moll sorgt gleich zu Beginn für einen imposanten Höreindruck. Der Klang der Ott-Schmitt-Orgel erfüllt sofort das Kirchenschiff. Juodelyté spielt die vielschichtige und abwechslungsreiche Komposition ohne Schwierigkeiten, nach den vielen schnellen Läufen strahlt der Schlussakkord des Stückes besonders hell.

Diesem energischen Werk setzt die Organistin im Anschluss Bachs Trio über den Choral „Herr Jesu Christ, dich zu uns wend“ entgegen, das durch seine Leichtigkeit besticht. Wie aus einem großen Fluss ergießen sich die zahlreichen kleinen Läufe, ohne auch nur geringste Verzögerungen folgt ein Ton dem anderen.

Auch Brahms hat in seinem Präludium und Fuge in g-Moll solch fließende Bewegungen, hier in Form von nahezu trillernden Linien, verarbeitet. Insgesamt ist die Klangwirkung, verglichen mit der Komposition Bachs, jedoch wieder deutlich dramatischer.

Bisweilen wie ein kleines Orchester

Ganz anders als das restliche Programm klingen die Toccata und Fuge des weniger bekannten Komponisten Krěch. Das moderne Werk wird von dramatischen Quarten eröffnet, Dissonanzen sorgen für Spannung, dennoch wirkt das Werk nicht strukturlos. Extreme Tiefen, Akkordketten, raffinierte Läufe prägen Abschnitte der Komposition.

Juodelytés geschickte Registrierung lässt die Orgel bisweilen wie ein kleines Orchester klingen.

Zum Abschluss zeigt die Organistin noch einmal all Ihr Können mit der Fantasie und Fuge über B-A-C-H des Virtuosen Liszt. Deutlich hörbar erklingt die charakteristische Tonfolge. Ein letztes Mal kann die Orgel dank der großartigen Fertigkeiten Juodelytés, all Ihre klanglichen Fähigkeiten unter Beweis stellen und auch Ihre dynamische Bandbreite offenbaren.

Von Tina Evers

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