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Berliner Polizei beweist Sinn für Kunst

Caricatura-Ausstellung "Systemfehler" Berliner Polizei beweist Sinn für Kunst

Im Nachgang der "Party-Affäre" von Berliner Polizisten im Umfeld des G20-Treffens hat der Kölner Künstler und Grafikdesigner Björn »AD« Karnebogen für das NDR-Satireformat »extra 3 «ein alternatives Wappen der Berliner Polizei. gestaltet. Verschiedener Medienberichte zufolge bewiesen einige Beamte der Berliner Polizei nun offenbar Sinn für Komische Kunst und ließen das alternative Wappen aus Karnebogens Feder nachsticken.

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Quelle: r

Kassel. Nachdem »extra 3« das alternative Wappen in den Sozialen Medien gepostet hatte, verbreitete es sich rasant. Auf der »extra 3«-Facebookseite etwa konnte der Post in kürzester Zeit mehrere Zehntausend Likes verbuchen und wurde mehrere tausend Male geteilt. Auch die Kommentare gingen in die Tausende, teilte die Caricatura Galerie in Kassel mit. In deren aktueller Ausstellung "Systemfehler" sind auch Karnebogen-Arbeiten zu sehen.

Die Galerie hat die Geschichte der Party-Affäre nun medial aufbereitet und in die Ausstellung "Systemfehler"  integriert. Unter dem Hashtag "StickTheSystem" wurde die Ausstellung von Beginn an immer wieder durch aktuelle, sich mit dem grassierenden Wahnsinn der Welt auseinandersetzende Beiträge ergänzt. Und dieses vorläufige Highlight wird sicherlich nicht das letzte gewesen sein, teilen die Ausstellungsmacher mit, die nun auch die Party-Affäre zum Thema machen, die sich um mehr als 220 Berliner Polizisten freht, die Mitte Juni nach Hamburg geschickt worden waren, um die dortige Polizei vor dem G20-Gipfel zu unterstützen. In ihrer Unterkunft in Bad Segeberg sollen sie exzessiv gefeiert haben. "Von Sex, wildem Urinieren und Tänzen in Bademantel" war etwa in der Berliner Zeitung zu lesen. Die Hamburger Polizeiführung schickte die Berliner Polizisten schließlich zurück.

Bis zum 17. September 2017 zeigt die Caricatura Galerie im Kultur-Bahnhof Kassel täglich von 10 Uhr bis 20 Uhr ihre Ausstellung »caricatura 7 – Systemfehler«. 50 der renommiertesten Zeichnerinnen und Zeichner gehen in den gezeigten Arbeiten hart aber gerecht – und vor allem komisch – mit dem gesellschaftlichen und weltpolitischen Irrsinn um. jes

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