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Regional „Wie ein Flug zum Mond und wieder zurück“
Nachrichten Kultur Regional „Wie ein Flug zum Mond und wieder zurück“
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17:08 17.01.2019
Paul Panzer kommt live in die Lokhalle Quelle: publiks
Göttingen

Komiker Dieter Tappert alias „Paul Panzer“ kommt nicht zum ersten Mal in die Göttinger Lokhalle. Im Vorfeld erzählt er von seiner Suche nach dem Glück und woher die bunten Hemden kommen.

Lieber Herr Panzer, Sie besuchen Göttingen nicht zum ersten Mal. Hatten Sie bei den vergangenen Besuchen die Möglichkeit, die Stadt zu erkunden?

Du kannst ruhig Paul sagen (zwinkert). Viel Zeit bleibt vor Ort leider meistens nicht. Aber Eure Lokhalle gefällt mir. Die erinnert mich so ein bisschen an meine Panzerhalle, die Werkstatt, in der ich –wenn ich mal Zeit hab - rumwerkel.

Bestimmt kennst Du den Satire-Preis „Göttinger Elch“.
In diesem Jahr ging er an Gerhard Harderer.
Wer wäre Dein Favorit für 2020 und warum?

Da will ich ehrlich gesagt keinen Namen nennen, irgendwer ist da am Ende wieder beleidigt, ich kenn das doch von zuhaus (lacht). Und wer zwei Kinder hat, weiß, was ich meine.

Hast Du selbst Vorbilder aus Comedy und Satire, die Du früher bewundert hast oder jetzt noch mit Ehrfurcht begegnest?

Vorbilder im klassischen Sinne nicht. Aber als Kind sah ich immer gern mit meinen Eltern zusammen Heinz Erhardt ...eine schöne Erinnerung.

Paul Panzer sucht in der aktuellen Show nach dem Glück. Wie kann man sich Panzers Innenleben vorstellen? Wird die Suche einfach?

Na, da ist schon so einiges los, in Pauls Kopf. Aber die Suche nach dem Glück ist ja an sich schon nicht so einfach. Da muss man sich ja erstmal fragen „Was ist Glück überhaupt?“ Das muss jeder von uns für sich herausfinden, aber vielleicht kommen wir dem am 19. Januar zusammen ein bisschen näher.

Siehst Du Dich selbst eher als Glücksritter oder als Pechvogel?

Ich bin mit einer gewissen Grundmelancholie ausgestattet auf die Welt gekommen. Ich traue dem Glück nie so ganz. Ich kann mich nie so ganz freuen, weil ich immer im Hinterkopf habe, dass es damit auch ganz schnell wieder vorbei sein kann. Die Russen haben dafür ein schönes Sprichwort, das heißt „Wenn das Glück in der Stube ist, wartet das Pech schon im Flur“. Das trifft es ganz gut. Aber eigentlich bin ich schon ein Glückskind. Ich habe mit der Bühne meine große Liebe gefunden und habe einen Job, der mir viel Spaß macht.

Dieses Glück, nach dem alle suchen - wo suchst Du das privat? Ich habe gehört, dass Du gerne fliegst...

Klar, Fliegen ist ganz sicher einer dieser Glücksmomente. Aber mit dem Glück ist es ja so eine Sache. Selbst wenn man weiß, wie es aussieht... Wie kommt man ran? Was muss man tun, damit es bleibt? Eins weiß ich aber auf jeden Fall. Glück ist flüchtig, Freunde. Deshalb – so abgeschmackt es auch klingen mag – genießt jeden Augenblick.

Wie kam es zu diesem bunten Pril-Blumen-Hemd?

Meine Frau, die Hilde, hat irgendwann mal ganze Stoffballen mit diesem Stoff entdeckt und alle aufgekauft. Und von diesem Tag an trage ich meine Blümchenhemden.

Eine Show entsteht wohl nicht von heute auf morgen. Wie suchst Du Dir die Themen aus?

Rrrichtig. Ich gehe mit offenen Augen durch den Alltag. Inspiration lauert dann an fast jeder Ecke.

Über welche Themen machst Du derzeit extra keine Witze, weil sie zu ernst sind?

Die Ernsthaftigkeit ist weniger das Problem, die meisten Dinge interessieren mich einfach nicht, warum sollte ich mich dann damit beschäftigen.

Du hast in einem Focus-Interview mal gesagt, dass Du auf Bühnen kein Lampenfieber hättest, im Fernsehen aber schon.

Ich habe auch vor Bühnenauftritten Lampenfieber. Selbst nach all den Jahren noch. Aber in dem Moment, wo ich dann hinter dem Vorhang heraustrete und die Zuschauer höre, ist es damit ganz schnell vorbei. Dann weicht das Lampenfieber dem Spaß.

Was macht eine Bühnenshow so angenehm?

So ein Auftritt, der ist wie ein Flug zum Mond und wieder zurück. Zwei Stunden raus aus dem Alltag, sich kaputt lachen und ein bisschen die Akkus aufladen. Wenn das der Fall ist würde ich sagen, Mission erfüllt.

Info: Am Sonnabend, 19. Januar, ist Paul Panzer ab 20 Uhr in der Lokhalle zu sehen. Einlass ist um 19 Uhr. Tickets gibt es noch beim Göttinger Tageblatt, Weender Straße 44, und beim Eichsfelder Tageblatt, Marktstraße 9 in Duderstadt sowie online beim Anbieter Eventim.

Von Lea Lang

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