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Regional Peymann und Stamm lesen in Göttingen
Nachrichten Kultur Regional Peymann und Stamm lesen in Göttingen
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17:48 05.04.2018
Der Theaterintendant und Regisseur Claus Peymann kommt nach Göttingen. Quelle: picture-alliance/ dpa
Göttingen

Für Peymann ist der Auftritt am Sonntag, 8. April, im Rückkehr an eine frühere Wirkungsstätte: Der 1937 geborene Regisseur inszenierte hier 1964 „Auf hoher See/Karol“ von Slawomir Mrozek. Wenig später folgte der Durchbruch: Peymann leitete unter anderem als Direktor das Bochumer Theater und das Wiener Burgtheater, bevor er 1999 an die Spitze des Berliner Ensembles wechselte. Dort war er bis 2017 als Intendant tätig – eine Zeit, in der die Bühne mehrere hochkarätige Preise gewann und international erfolgreiche Produktionen auflegte.

Auch für Kontroversen zu haben

Zugleich hat Peymann Zeit seines Wirkens auch für Kontroversen gesorgt: 2007 bot er dem ehemaligen RAF-Terroristen Christian Klar einen Praktikumsplatz an. Auch weil er Klars politische Äußerungen unterstützt haben soll, geriet er mit Rolf Hochhuth aneinander, der Peymanns Absetzung forderte – es folgte ein langer, öffentlich ausgetragener Streit zwischen den beiden prominenten Vertreter des deutschen Theaterbetriebs.

Im Jungen Theater will Peymann am Sonntag, 8. April, aus Thomas Bernhards „Holzfällen“ lesen. Das 1987 erschienene Buch widmet sich dem Kulturbetrieb und kommentiert diesen teils bissig in Form eines Monologs, bei dem allerlei Künstler und Mitglieder der Wiener Abendgesellschaft nicht sonderlich gut wegkommen. Im Anschluss stellt sich Peymann den Fragen des JT-Intendanten Nico Dietrich. Die Lesung beginnt um 18 Uhr. Vorverkaufskarten sind beim Jungen Theater unter Telefon 0551 / 495015 oder auf jt-goettingen.de erhältlich

Stamm liest aus neuem Roman

Am Montag, 9. April, ist Peter Stamm im Alten Rathaus zu Gast. Der Schweizer Autor hat mit seinen Veröffentlichen, unter anderem Prosa, Hörspiele, Theaterstücke und Romane, zahlreiche Preise gewonnen. Für Aufsehen sorgte auch sein Roman „Weit über das Land“, der vom Verschwinden eines Mannes in die Wildnis handelt.

In Göttingen stellt er seinen neuen Roman „Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt“ vor. Dieser handele von einem Protagonisten, der seinen Erinnerungen nicht mehr trauen könne – und dann auf ein Paar trifft, dass vermeintlich seine eigene, einst gescheiterte Beziehung nachlebe, so das literarische Zentrum in der Ankündigung. Über das Buch spricht Stamm mit dem NDR-Journalisten Alexander Solloch, Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr. Vorverkaufskarten gibt es hier.

Mehr Informationen zum Literarischen Zentrum hier.

Von Christoph Höland

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