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„Portugiesische Streifzüge“ in der Alten Feuerwache

Ausgesprochen farbenfroh „Portugiesische Streifzüge“ in der Alten Feuerwache

Das ist ja so was von bunt“ – dieser Kommentar ist derzeit häufig zu hören in der Galerie Alte Feuerwache am Ritterplan in Göttingen. Im Rahmen der „portugiesischen Kulturwochen“ präsentieren dort derzeit drei Künstler ihre Arbeiten, die in der Tat ausgesprochen farbenfroh sind – um es vorsichtig auszudrücken.

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Blick in die Schau: grelle Landschaft, fröhliche Comic-Kunst.

Quelle: Vetter

In Portugal geboren ist keiner der Maler. Kerstin Wagner kam 1963 in Triosdorf im Rheinland zur Welt,  wo sie auch aufwuchs. Erst deutlich später zog sie an den westlichen Rand Europas. António Alonso, 1960 in Angola geboren, zog im Alter von 15 Jahren nach Portugal, das Land, das Gudrun Bartels immerhin drei Mal zu Studienzwecken aufsuchte, wie sie in ihrem Lebenslauf schreibt. Sie lebt in Niedernjesa und hat die „portugiesischen Kulturwochen“ organisiert.

Bartels zeigt in der Ausstellung Bilder, in denen sie sich mit Strukturen auseinandersetzt. Fundstücke hat sie aus Portugal mitgebracht und zu ihren Arbeiten gesellt. Natürlich sind Rindenstücke von Korkeichen dabei, ungewöhnliche Steine, verwittertes Holz, Flechten auf Stein.  Strukturen dieser Fundstücke nimmt sie in ihrer Malerei auf. Und eine Sammlung aufwendig gestalteter Streichholzschachteln hat sie wiederum mit Fundmaterial gefüllt und zu einem Wandobjekt aufgereiht.

Wagner kommt aus der Esoterik-Ecke. „Spring of Life“ hat sie eine Arbeit genannt, eine andere heißt „Magic Forrest“. In einer Bildserie hat sie versucht, portugiesische Landschaftsimpressionen  grell einzufangen, in einer anderen wird sie dann ein wenig mythisch. „Letters 4 you“ hat sie die Reihe genannt, die geheimnisvoll leuchtet, weil Wagner reines Farbpigment darin verarbeitet hat. Zeichen hat sie auf der Farbfläche geschrieben, ohne Bedeutung zwar, aber ahnungsvoll raunend und letztlich belanglos.

Alonso ist der Spaßmacher des Trios. Seine kunterbunten Comicbilder erinnern hier ein wenig an Keith Haring, dort an Otmar Alt, ein wenig auch an James Rizzi. Das ist fröhlich, professionell und eher international als typisch portugiesisch.

Die Ausstellung endet am Freitag, 7. Dezember, um 19 Uhr mit einer Finissage. Die Galerie Alte Feuerwache am Ritterplan in Göttingen ist montags bis freitags von 10 bis 12 und 15 bis 18 Uhr, sonntags von 11 bis 13 Uhr geöffnet.

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