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Regional Satisfaction rockt die Bühne
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00:16 23.01.2018
Premiere für Satisfaction im Jungen Theater Göttingen Quelle: Dorothea Heise
Göttingen

Nicht enden wollender Applaus und viele glückliche Gesichter waren die Belohnung für das Ensemble rund um Katharian Brehl, Franziska Lather, Jan Reinartz, Peter Christoph Grünberg und Karsten Zinser nach der Uraufführung ihrer Musikshow „Satisfaction“. Rund zwei Stunden lang hatten die fünf Schauspieler des Jungen Theaters beim Singen der 26 Rocksongs aus der Zeit zwischen 1958 bis 1994 alles gegeben. Vermeintlich einfach zu singende Melodien mitreißend auf die Bühne zu bringen und dabei zudem eine Botschaft an das Publikum zu senden, ist den Göttinger Schauspielern mehr als nur gut gelungen. Bei dem einen oder anderen Besucher sorgten Songs wie „Purple Rain“ von Prince oder „With a little help from my friends“ von John Lennon und Paul McCartney für Gänsehaut-Feeling. Bei „Beating around the bush“ von der Band AC/DC erntete die Schauspielerin Franziska Lather stürmischen Applaus. Höhepunkt der Show war das Stück „Bohemian Rhapsody“ von Queen – eine musikalische Herausforderung für die Band rund um Fred Kerkmann und die Sänger. Doch nicht alles musste perfekt sein bei „Satisfaction“.

Das Thema der Musikshow ist die Entstehung der ersten Rocksongs aus der Zeit von Chuck Berry bis zu den Cranberries. „Die ersten Rocksongs wurden noch in Anzügen gespielt“, erzählt Nico Dietrich, Intendant am Jungen Theater. Später sollte der Rock die Musikwelt verändern. Die Folgen davon sind heute noch zu spüren.

„Spaß zu haben, stand bei der Inszenierung von ’Satisfaction’ im Mittelpunkt“, sagt Dietrich, nicht nur für die Zuschauer auch für die Schauspieler. In der Show wird nicht nur gesungen, sondern auch kurze Geschichten werden erzählt. Dabei sind die Emotionen wichtig, die die Songs bei vielen Menschen damals ausgelöst haben. Diese Gefühle aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu transportieren, ist den Schauspielern gelungen. Sie ließen die Gefühle aus jenen längst vergangenen Tagen in der Zeit der Digitalisierung der Welt wieder lebendig werden.

Nach „Forever 27 Club“, „Money, Money, Money“ und zuletzt „Tausendmal berührt“ ist es die vierte Produktion, in der das Ensemble des Jungen Theaters zu Sängern avanciert. Auch die neue Produktion sei, so Dietrich, mit dem Team um Regisseur Tobias Sosinka und dem musikalischen Leiter Fred Kerkmann entstanden. „Wir wollten in der sechzigsten Jubiläums-Spielzeit wieder etwas ganz Eigenes entwerfen“, sagt Nico Dietrich, „etwas nicht Reproduzierbares, in der Hoffnung wieder mehrere Tausend Besucher begeistern zu können“.

Dies könnte mit „Satisfaction“ gelingen, denn die Inszenierung spricht auch ein junges Publikum an. „Auch für diejenigen, die die Rocksongs nicht kennen, ist die Show toll„ sagt Angelina (16). Auch Julia (21) ist begeistert. „Wir haben die Show sehr genossen“, sagt sie. Stefan (21) ergänzt: „Das muss ja eine verrückte Zeit gewesen sein. Vielleicht hätten wir vorher noch ein paar Informationen über die Entstehung des Rock gebrauchen können“, sagt er. Dann seien möglicherweise einige Geschichten zu den Songs besser verständlich. Möglicherweise könne man auch an der Akustik etwas verbessern, sagt Julia, denn einige Texte blieben im vollen Zuschauerraum leider unverständlich für diejenigen, die die Lieder nicht kannten.

Die nächste Aufführung der Musikshow „Satisfaction“ findet am Sonnabend, 27.Januar um 20 Uhr statt. Mehr Infos dazu unter http://www.junges-theater.de

Von Bernard Marks

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