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Programm des Literarisches Zentrums Göttingen

Geister und Gewäsch Programm des Literarisches Zentrums Göttingen

18 Lesungen für Erwachsene und neun Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche stehen bis zum Beginn der Sommerferien auf dem Programm des Literarischen Zentrums. Leiterin Anja Johannsen, seit wenigen Tagen nach Erziehungszeit wieder im Dienst, stellte mit ihrer Stellvertreterin Gesa Husemann und vier Volontärinnen am Dienstag das druckfrische Programm vor.

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Team des Literarischen Zentrums: Leiterin Anja Johannsen (3. v. l.) und Vertreterin Gesa Husemann (2. v. r.) mit den Volontärinnen Marisa Rohrbeck, Annie Rutherford, Astrid Schwaner und Nikola Miller (v. l.).

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Den Anfang macht der in Berlin lebende chinesische Autor Liao Yiwu, der zusammen mit seiner Übersetzerin Yeemei Guo am 24. Februar in der Paulinerkirche zu erleben ist.

Der Autor ist der bekannteste chinesische Dissident, der in „Ein Lied und hundert Lieder“ über seine Foltererfahrungen berichtete. Unter anderem wird er sein Gedicht „Massaker“ vortragen, um dessentwillen er in China verhaftet wurde. Diese zusammen mit der Spring School der Universität veranstaltete Lesung wird in chinesischer und englischer Sprache gehalten.

Zu den weiteren prominenten Gästen des Frühjahrs gehört Literaturkritikerin Sigrid Löffler.Sie präsentiert am 28. Februar in der Paulinerkirche den irakisch-deutschen Autor Sherko Fatah.

Sozialkrimi „Täuscher“

Sozialkritische Krimis schreibt Andrea Maria Schenkel („Tann­öd“). Sie stellt am 18. März ihr neues Buch „Täuscher“ vor. Um Missstände im Bildungswesen geht es bei der Veranstaltung „Schulaufgaben“ mit der Berliner Soziologin Jutta Allmendinger am 21. März.
Im April sind drei Belletristik-Autoren zu Gast beim Literarischen Zentrum.

Den Anfang macht Kai Meyer, Spezialist für magischen Realismus und Fantasy, der am 1. April eine „Apokalyptische Geisterstunde“ verspricht. In der Reihe „Das Alter in der Literatur“ stellt am 3. April im Alten Rathaus Monika Maron ihren neuen Roman „Zwischenspiel“ vor.
An Haruki Murakamis Roman „Gefährliche Geliebte“ zerstritten sich vor 14 Jahren Sigrid Löffler und Marcel Reich-Ranicki.

Damals war die deutsche Fassung des Romans eine Übersetzung aus der amerikanischen Fassung. Nun liegt das Buch, aus dem Japanischen neu übersetzt von Ursula Gräfe, vor und zeigt unter dem Titel „Südlich der Grenze, westlich der Sonne“ neue, andere Qualitäten. Davon wird die Übersetzerin am 29. April berichten.

„Hausbesuche“

Die Reihe „Hausbesuche“ wird am 10. Mai fortgesetzt. „Angezogen“ heißt die von Barbara Vinken verfasste Kulturgeschichte der Mode, die sie themagerecht im Hause Woggon, Barfüßerstraße 1, präsentiert. Drei Tage später, am 13. Mai, spricht der Schweizer Autor Lukas Bärfuss mit Anja Johannsen über sein neues Buch „Koala“, das im März im Göttinger Wallstein Verlag herauskommen soll.

Zu den weiteren Gästen des Literarischen Zentrums gehören der Zeichner Arne Bellstorf, der am 27. Mai seine Graphic Novel „Baby’s in Black“ vorstellt, der Wiener Kulturwissenschaftler Klaus Zeyringer, der am Vorabend der Fußball-WM (11. Juni) seine Kulturgeschichte des Fußballs präsentiert, und die drei Debütanten Roman Ehrlich, David Finck und Jan Skudlarek, die am 19. Juni literarisch ihre Aufwartung machen.

Zuvor stellt am 2. Juni Büchner-Preisträgerin Brigitte Kronauer ihren Roman „Gewäsch und Gewimmel“ vor. Eine weitere Romanautorin ist Terézia Mora, um deren Buch „Das Ungeheuer“ es am 23. Juni geht.  Gedichte sind das Thema am 1. Juli beim Besuch der Bamberger Lyrikerin Nora Gomringer („Monster Poems“).

„Was heißt hier Europa?“

Weniger literarisch als kulturpolitisch ist die Ausrichtung des Abends mit dem früheren bayerischen Kultusminister Hans Maier und dem estnischen Autor und Literaturwissenschaftler Jaan Undusk, die am 26. Juni über die Frage „Was heißt hier Europa?“ diskutieren. Musikjournalist Klaus Walter macht einen „Liederabend“ am 7. Juli über Lou Reed (1942-2013), den „unheiligen Bimbam des Rock ’n’ Roll“.

Abgeschlossen wird das Programm mit dem traditionellen Sommerfest am 19. Juli, bei dem der Berliner Autor Saša Stanišić nicht nur sein Buch „Vor dem Fest“ vorstellt. Er legt auch Platten auf.

Von Michael Schäfer

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