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Regional Mehr als 200 Musiker beim 40. Jazzfestival
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19:23 14.12.2017
Jazzfestival 2017: Das Festivalkomitee stellt das Programm vor: Ove Volquartz, Jörg Bachmann, Sebastian Otto, Jan Strümpel, Achim Pils, Sven von Samson und Hilmar Beck (von links).   Quelle: Christoph Mischke
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Göttingen

 Im Februar 1917 nahm die Original Dixieland Jass Band (noch mit Doppel-s) den „Livery Stable Blues“ auf. Der Track gilt als älteste Schallplattenaufnahme mit Jazzmusik. Nicht ganz so alt ist das Göttinger Jazzfestival, das im November seinen 40. Geburtstag feiert. Am Montag stellte das Festivalkomitee das Programm vor.

Mehr als 200 internationale, nationale und lokale Musiker werden beim 40. Göttinger Jazzfestivals vom 2. bis 11. November in zahlreichen Einzelveranstaltungen und Konzerten die Vielseitigkeit und Aktualität des Jazz präsentieren. An diversen Spielstätten in der Stadt sowie in der Region soll der Jazz in seiner ganzen Vielfalt und Vitalität gefeiert werden. „Was 1978 als Bigband-Festival seinen Anfang nahm, ist als Ort der Begegnungen und Entdeckungen für Jazz-Freunde nicht mehr wegzudenken“, sagt Hilmar Beck vom Festivalkomitee. Seit vier Jahrzehnten bilde das Göttinger Jazzfestival aktuelle Entwicklungen ab, begleite Karrieren und biete spannender Musik, die häufig nur in Nischen gedeihe, ein Podium.

Spielstätten auch in Kirche und Klinikum

Neben den Auftritten am Festivalwochenende 10. und 11. November im Deutschen Theater, wo traditionell die drei Bühnen Großes Haus, Studio und Keller bespielt werden, rahmen zahlreiche Veranstaltungen in der Woche davor das Programm ein. Als Spielstätten dienen nicht nur das Alte Rathaus, das Apex, die Musa oder das Lumière, auch in der Johannis-Kirche und bei KIM-Kultur in der Angerstraße wird gejazzt werden. Erstmals konnten als Spielstätten das Asklepios Fachklinikum sowie der „Esel“ in Einbeck-Sülbeck gewonnen werden.

 „Jeder Ort hat ein anderes Publikum“, sagt Beck und aufgrund einer Publikumsbefragung im Jahr 2014 weiß das Festivalkomitee, dass es zahlreiche Besucher von weit außerhalb der Region nach Göttingen zum Festival zieht. So könne man die Spielstätten außerhalb der Stadt quasi als Entgegenkommen verstehen. Die große Resonanz erklärt Beck unter anderem mit den moderaten Eintrittsgeldern. Hier sei man preiswert, so Beck, und könne mit Sicherheit keine Sitzplätze garantieren.

Tony Allen und Band eröffnen DT-Programm

Den Freitag im Deutschen Theater eröffnet die Band des nigerianischen Schlagzeugers Tony Allen, eines langjährigen Spielpartners von Fela Kuti, dem Erfinder des Afrobeat. „Bei diesem exklusiven Europakonzert ist bereits zum Auftakt beste Stimmung garantiert“, verspricht Jan Strümpel vom Festivalkomitee. Danach folgt das internationale Quartett A Novel of Anomaly mit dem Schweizer Stimmkünstler Andreas Schaerer. Um Mitternacht spielt das eigensinnige Salon-Orchester Gourmet aus Finnland.

Am Sonnabend steht die Band vom Altmeister der Jazz-Klarinette und Weltstar Rolf Kühn auf der Bühne im Großen Haus. Danach wird das junge und furios aufspielende israelische Trio Shalosh die Jazzfans begeistern. Space-Jazz gibt es danach zur Geisterstunde mit dem Sun Ra Arkestra.

Zum Programm der weiteren Tage gehört ein Konzert der Pianistin Julia Hülsmann mit ihrem Trio. Einer darf zum Jubiläum keinesfalls fehlen: Gunter Hampel, vor wenigen Tagen 80 Jahre alt geworden, wird mit seiner Music & Dance Improvisation Company im Alten Rathaus zu erleben sein. Die Festival-Partner präsentieren unter anderen Thärichen’s Hendrixperience, garantiert ohne Gitarre, Trompeter Joo Kraus, das Mucio Sa Trio, Subsystem & Efrat Alony, das Trio Buss – Nawothnig – Denecke, die Swing Club Cats, Moving Sounds mit Markus Stockhausen und Sara Bouman, den Spielfilm „Born to be Blue“ sowie einen LindyHop-Workshop mit den New Orleans Syncopators in der Musa.

Informationen zum 40. Göttinger Jazzfestival gibt es unter: http://www.jazzfestival-goettingen.de

Eintrittskarten für die Veranstaltungen gibt es ab sofort in den Geschäftsstellen des Göttinger Tageblatts, Weender Straße 44, und des Eichsfelder Tageblatts in Duderstadt, Marktstraße 9, auf der Festival-Homepage sowie bei allen anderen Vorverkaufsstellen.

Von Christoph Mischke

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