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Quintette von Mozart und Beethoven

Rathaus-Serenade Quintette von Mozart und Beethoven

Gut 150 Zuhörer füllten am Montag zur Rathaus-Serenade das Alte Rathaus in Göttingen. Zwei Quintette von Mozart und Beethoven für Holzbläser mit Klavier standen auf dem Programm.

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Gepflegte Kommunikation: Klarinettist Manfred Hadaschik, Oboist Matthias Weiss, Pianistin Julia Bartha, Hornist John G. Feider und Fagottist Ömür Kazil (von links).

Quelle: Hinzmann

Kammermusik mit Klavier: Das ist in vielleicht 80 Prozent aller Fälle die Kombination mit Streichern. Bläser spielen gern für sich, in Bläserquintetten etwa. Mit dem Klavier geben sie sich seltener ab. Dass dies eine falsche Scheu ist, haben Mozart und Beethoven mit ihren Quintetten für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott auf bezaubernde Weise bewiesen.

Diese beiden Werke standen am Montag auf dem Programm der Rathaus-Serenade des Göttinger Symphonie Orchesters (GSO), besetzt mit den GSO-Musikern Matthias Weiss (Oboe), Manfred Hadaschik (Klarinette), John G. Feider (Horn) und Ömür Kazil (Fagott) sowie der Göttinger Pianistin Julia Bartha. Nur zwei Werke für einen ganzen Abend? Nein, das Wort „nur“ ist da fehl am Platz: die Quintette sind in der Tat ein abendfüllendes Programm.

Harmonischer Zusammenklang

Man spürte deutlich, dass die Arbeit der fünf Musiker von der Begeisterung für diese Werke und der Freude am gemeinsamen Spiel geprägt war. Sehr harmonisch der Zusammenklang, sehr zuvorkommend gaben sie einander Raum, um Hauptstimmen hervor- und Nebenstimmen zurücktreten zu lassen. Die musikalische Kommunikation klappte vorzüglich – alles auf Grundlage einer technisch sauber gearbeiteten, immer wieder auch ins Virtuose reichenden Interpretation.

Am Ende wollten die Zuhörer die Kammermusiker nicht ohne Zugabe ziehen lassen. Als Dank gab es ein Stück des Mozart-Finales noch einmal. Ein kurzweiliges, hochkultiviertes Konzert, das Hörern wie Ausübenden Freude gemacht hat.

Michael Schäfer

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