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Regional Reigen dümmlich-pubertärer Plattitüden
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09:50 07.12.2009
Mickie Krause für Arme: die sechs „Monsters of Liedermaching“ in der Göttinger Musa. Quelle: Mischke
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In Nullkommanix haben die „Wohnraumhelden“ ihren Job als Anheizer erfüllt und Wiesn-Atmosphäre hergestellt.

Die beiden Ballermann-Liedermacher aus Hannover geben den Leuten was zum Mitgrölen. „Beine, Arsch und Titten“ – die Stimmung schwappt über wie die Weizengläser. In der Umbaupause erschallen „Allez, Allez“-Chöre aus feuchten Männerkehlen und deuten an: Es wird nicht besser.

„Dixiklo, Dixiklo“

Auch die „Monsters of Liedermaching“ wollen das Niveau nicht steigern. „Ich bin schlecht im Bett, aber sonst ganz nett“ knüpft da an, wo die Wohnraumhelden aufgehört haben.

Hintersinniges, Ironisches, Wortwitziges, Überraschendes oder tiefschürfend Sozialkritisches, also das, wofür gute Liedermacher eigentlich stehen, sucht man hier vergebens. Die sechs „Monsters of Liedermaching“ – Fred Timm, Burger, Pensen, „Der flotte Totte“, Labörnski („Das Monster ohne Gitarre“) und Rüdiger Bierhorst – reihen nur eine dümmlich-pubertäre Plattitüde an die nächste und versuchen möglichst nirgendwo anzuecken.

„Es muss nicht immer fi…sein“ heißt es dann, ein anderes Lied besingt die mobile Toilette: „Dixiklo, Dixiklo“. Finger im Po, Mexiko? Das ist kein „Liedermaching“, das ist Mickie Krause für Arme.

Aber die „Monsters“ stellen sich wenigstens selbst das Armutszeugnis aus. Sie singen: „Ist ja schon erstaunlich, wie schlau manche Menschen sind / Ich hab davor so ne Achtung, dass ich nicht mal Worte dafür find.“

Von Helge Dickau

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