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Reise voller Emotionen im Fiat 500

Europäisches Filmfestival in Göttingen Reise voller Emotionen im Fiat 500

La dolce vita“ – dies denken viele Deutsche über das Leben in Italien. Tatsächlich entschließen sich heutzutage jedoch immer mehr junge Italiener für ein Leben im Ausland fern der eigenen Heimat. Warum ist das so, lohnt es nicht mehr in Italien zu leben? Dieser Frage stellten sich vor gut drei Jahren die Macher des Films „Italy – Love it or Leave it“ Gustav Hofer und Luca Ragazzi.

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Programmkino in Göttingen: Lumiere.

Quelle: Heller

Am Freitag hatte der Film zur Eröffnung des 33. Europäischen Filmfestivals Göttingen im restlos ausverkauften Lumière seine Deutschlandpremiere. Hofer, gebürtiger Südtiroler schlägt seinem Partner vor, gemeinsam nach Berlin zu gehen, Ragazzi hingegen möchte sein Land nicht verlassen.

So entsteht der Kompromiss für sechs Monate gemeinsam durch Italien zu reisen, um herauszufinden warum ein Leben in Italien doch lohnenswert sein könnte.

Es beginnt eine Reise im Fiat 500 voller Emotionen und Blicken hinter die Fassade des von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Krisen gezeichneten Italien. Ein Land, in dem Schönheit und Verfall direkt nebeneinander stehen.

Durch Gespräche mit diversen von der Krise des Landes betroffenen Menschen erfahren die Zuschauer was es bedeutet in Italien zu leben.

Italy – Love it or Leave it, ist ein bewegender, gesellschaftskritischer Film, der immer wieder neue Perspektiven und Hoffnungen in schwierigen Zeiten aufzeigt.

In der Gesprächsrunde nach der Filmvorführung sagt Hofer, dass die Italiener Meister im Lamentieren seien. Nun aber beginne mit dem politischen Umbruch in Italien auch eine neue Zeit.

Während man sich zuvor als junger Mensch in der Politik nicht wiederfinden konnte, könne man nun beobachten, wie die Leute sich wieder mehr für das Thema einsetzen und etwas in Bewegung bringen würden.

Eine Auslandserfahrung sei, so Hofer, eine gute Gelegenheit um die Reichtümer der eigenen Heimat wieder besser schätzen zu lernen. Italien sei kein hoffnungsloser Fall, man müsse das Glas einfach optimistisch halb voll sehen.

Von Tina Evers

Programm   filmfest-goettingen.de
     
Dienstag
 
17 Uhr „Die Zukunft liegt vor mir“, Italien 2011.
19 Uhr „Puppe, Icke und der Dicke“, Deutschland 2012.
22 Uhr „Der Unternehmer“, Italien 2012.
     
Mittwoch
 
17 Uhr „Ungarn 2011“, Ungarn 2012.
19 Uhr „Lore“, Deutschland 2012.
21 Uhr „Unser Leben“, Italien 2010.
     
Donnerstag
 
17 Uhr „Ein ruhiges Leben“, Italien 2010.
19 Uhr „Heimat Schweden“, Schweden/Deutschland 2011.
21.30 Uhr „Bowling“, Frankreich 2012.
     
Freitag
 
17 Uhr „Cäsar muss sterben“, Italien 2012.
19 Uhr „Crashkurs“, Deutschland 2011.
21.30 Uhr „Rust and Bone“, Frankreich 2012.
     
Samstag
 
17 Uhr „Honeymoons“, Serbien 2010.
19 Uhr „Sialla!“, Italien 2011.
22 Uhr Winterdieb“, Schweiz 2011.
     
Sonntag
 
11 Uhr Renoir“, Frankreich 2012.
17 Uhr „Anna Karenina“, Großbritannien 2012.
19.30 Uhr „An enemy to die for“, Norwegen/Deutschland 2012.
21.30 Uhr „Game over“, Kurzfilmrolle. (alle im Lumière)
     
Montag
 
19.30 Uhr „Periferic“, Rumänien 2010. (Zentrales Hörsaalgebäude der Uni)
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