Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Rocken und Kreischen im halb gefüllten Saal

Luxuslärm in Göttinger Stadthalle Rocken und Kreischen im halb gefüllten Saal

In der Bar „Chez Marc“ auf der Bühne der Göttinger Stadthalle heißt man die Damen und Herren des Publikums mit dem Charme einer Musik-Kneipe der 1920er Jahre willkommen. Es werden stilecht angekündigt: die Band „Luxuslärm“ und das „Prima Quartett“.

Voriger Artikel
Klitschko als Dr. Faust, Otto als Mephisto
Nächster Artikel
Klopfen, Kratzen, Klingeln, Knacken, Krachen

Rockig und energiegeladen: die Band Luxuslärm um Sängerin Janine Meyer.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Gemeinsam befinden sie sich auf der „Ladies & Gentlemen“-Tour, bei der die sonst sehr rockigen Luxuslärmer ihre Arrangements umgestellt haben, um den klassischen Klangvariationen des jungen Streicherquartetts Raum zu geben.

Das neue Klangkonzept der Band, die auch ohne große Plattenfirma im Rücken Erfolge feiert, geht wirklich auf, denn das erweiterte Ensemble rutscht nicht etwa in kitschiges geigenseliges Geschunkel ab, sondern schafft auch in der ungewohnten Besetzung eine sehr rockige, energiegeladene Musik, die einfach um einige Klangperspektiven erweitert wird. So bietet sie auch der sehr tragfähigen und charaktervollen Stimme von Sängerin Janine „Jini“ Meyer mehr Raum und Entfaltungsmöglichkeiten.

„1000 Kilometer bis zum Meer“

Natürlich gibt es im „Chez Marc“ nicht nur Musik sondern auch ein wenig Unterhaltung für die Gäste mit Geschichten zu den Songs und zur Band sowie einigen ausgelosten Besuchern, die am Café-Tisch auf der Bühne Platz nehmen dürfen. Auf dem musikalischen Programm steht an diesem Abend eine bunte Mischung aus Stücken der mittlerweile drei Alben der Band. Nachdenkliches und Fröhliches steht dabei immer wieder nebeneinander und wird entsprechend musikalisch interpretiert. Auf den wohl meistgeliebten Hit „1000 Kilometer bis zum Meer“ muss das Publikum jedoch bis zur Zugabe warten – und ist dann umso begeisterter.

Bemerkenswert ist neben dem gelungenen musikalischen Experiment, wie es Meyer gelingt, die nur etwa halb gefüllte Stadthalle ebenso zum Rocken und Kreischen zu bringen wie wenig später eine fast persönliche Gesprächsatmosphäre im gemütlichen Bar-Stil zu schaffen.

Von Isabel Trzeciok

Voriger Artikel
Nächster Artikel
NDR2-Soundcheck: Statements von der Open City Stage am Sonntag