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Rockige Musik mit melodischem Gesang

Alpha Academy Rockige Musik mit melodischem Gesang

Auf dem Weg nach Göttingen! Heimspiel heute. Wir freuen uns tierisch!“, war nachmittags auf der Internetseite der Göttinger Pop-Rock-Band „Alpha Academy“ zu lesen. Dass die Jungs auf der Bühne im Live-Club „Exil“ Spaß hatten, war unschwer zu erkennen. Rockige Musik gepaart mit der melodischen, sanften Stimme von Sänger Dominik sorgen nicht nur in der Heimat für treue Fans.

Auch wenn das „Exil“ nicht gerade vor Menschenmassen aus den Nähten platzte, hatte die vierköpfige Band das zuvor eher passive Publikum im Griff und konnte es sogar zum Mitklatschen bewegen. Mit Songs wie ihrem Klassiker „The City is burning“, der Rockballade „Catch me when I fall“ oder dem energischen Song „Wake up“ präsentierte sie ihren ersten vollständigen Longplayer „The promise of the light“, der im September erschienen ist. Seit 2007 spielen die Musiker zusammen, die mittlerweile deutschlandweit Fanclubs haben und bereits mit Die Happy durch Deutschland, Österreich und die Schweiz tourten. Wer Alpha Academy selbst live in Göttingen erleben möchte, hat die nächste Chance am Sonnabend, 13. August, wo sie der Hauptact bei Rock im Kaufpark sein werden.

Für einen grandiosen Auftakt des Abends sorgten „The High Speed Karmageddon“ aus Hannover. Das Quartett, das aus der Band Dan Hiob hervorgegangen ist, besteht aus erfahrenen Musikern. Sie sollen den Soundtrack für die Verfilmung des Buches „Das Hiob Experiment“ von Lars Oppermann liefern und sich außerdem darin selbst spielen. Einige Szenen werden aus Konzertauftritten von 2011 stammen. Die Musik ist eine Mischung aus gitarrenlastigem Rock und elektronischen Einflüssen – kräftiger Bass, starkes Schlagzeug und die unverwechselbare Stimme, mal singend, mal schreiend, von Sänger Dan. Dass das Publikum selbst bei Songs wie „Creeping Sadness“ nur langsam auftaute, nahmen die bühnenerfahrenen Musiker mit Ironie.

Als zweite Vorband sorgten Midas Inc. mit einer gekonnten Selbstinszenierung für gute Laune. Mit zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug, Keyboard und dem Gesang von Oliver boten die sechs jungen Musiker deutschsprachigen Indierock vom Feinsten. Die Jungs aus Göttingen und Hannover versuchten mit Texten wie „Party! Party! Freitag! Samstag!“, das Publikum ebenfalls vergeblich zum Tanzen zu bewegen. Dass die Zuschauer nach wie vor nicht richtig in Stimmung kamen, lag aber sicher nicht an der gebotenen Show. Denn neben dem Spaß auf der Bühne bewies die 2008 gegründete Band auch jede Menge musikalisches Talent an den Instrumenten.

Von Noreen Hirschfeld

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