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„Sagen Sie jetzt nichts! Hommage an Loriot“ im Deutschen Theater

Badewannen-Krieg „Sagen Sie jetzt nichts! Hommage an Loriot“ im Deutschen Theater

Nun ist Vicco von Bülow dran. Bülow, besser bekannt als Loriot, sorgte für unvergessliche Sketche. Sie sind Kult. Und Ronny Thalmeyer, in erster Linie Schauspieler am Deutschen Theater in Göttingen, hat ein Faible für feinsinnige Humoristen.

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Vertretertreffen bei Hoppenstedts: Peter Füllgrabe, Ronny Thalmeyer, Anja Schreiber, Jan Exner und Michael Meichßner (von links) im Loriot-Stück.

Quelle: Opitz

Göttingen. Das stellte er bereits mit der Inszenierung „Einlauf der Alligatoren“ mit Sketchen der einstigen Ost-Komiker Herricht und Preil unter Beweis. Nun also die Hommage an Loriot „Sagen Sie jetzt nichts!“.

Dabei geht es doch nur darum, die zwischenmenschliche Kommunikation und Interaktion bloßzustellen . Loriot konnte das, ohne zu sehr die gutbürgerlichen und neunmalklugen Typen zu verletzen. Thalmeyer stellt sie mit vier Kollegen auf einer multifunktionalen, sterilgrünen Klappkisten-Bühne im DT-Keller dar.

Der Best-of-Abend bringt Spaß. Anja Schreiber (Ähnlichkeiten mit Loriots Partnerin Evelyn Hamann sind auffällig) punktet mit „Die englische Ansage“: Auch sie zelebriert als Fernseh-Ansagerin sicher die  Zungenbrecher zum Geschehen auf dem Landsitz North Cothelstone Hall.

Und das Vertreter-Stelldichein bei Frau Hoppenstedt fehlt ebenso wenig wie der herrlich dargebotene Badewannen-Krieg von Doktor Klöbner (Thalmeyer) und Müller-Lüdenscheidt (Michael Meichßner) oder der Bettenkauf von zwei Paaren.

Es soll eben einen Hommage sein

Und immer geht es um die schöne Biederkeit der 70er-Jahre mit einem Hauch von Emanzipation wie beim Jodeldiplom oder Weltläufigkeit beim Opernkarten-Kauf. Thalmeyer zelebriert mit seiner Inszenierung den grotesken Alltag.

Und zwischendurch gibt Peter Füllgrabe  den Loriot, um dessen Prinzip Humor zu erklären. Es soll eben einen Hommage sein, die aber auch gut ohne den Sessel-Erklärer ausgekommen wäre. Dass Lottokönig Erwin Lindemann es nicht unter die Sketche geschafft hat, ist zu verschmerzen.

Dafür geht es gekonnt um „Die Nudel“, wenn  Michael Meichßner mit jedem Serviettenwischer das Spaghetti-Stück neu im Gesicht platziert. „Sagen Sie jetzt nichts!“ – das Original bleibt  natürlich unerreicht , aber das sollte kein Grund sein, dieses Wiedersehen im Live-Format zu verpassen.

Nächste Vorstellungen von „Sagen Sie jetzt nichts! Hommage an Loriot“ im DT-Keller, Theaterplatz 11, um 20 Uhr am 14. und 28. März. Kartentelefon 0551 / 4969-11
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