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Schabernack zum spanischen Klatsch-Chor

Wohnraumhelden Schabernack zum spanischen Klatsch-Chor

Christof Stein-Schneider alias „C-Punkt Stein-Schneider, die Stimme der Vernunft“ trägt ein Schmunzeln in den Augen, das nicht aus seinem Gesicht weichen will. Die rötlichen Haare hüpfen auf und ab, während er im türkis schimmernden Anzug auf der Bühne seinen musikalischen Schabernack treibt.

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Mit viel Spaß dabei: Wohnraumhelden.

Quelle: Heller

Bandmitglied Nummer zwei, Fabian Schulz, der für Schlagzeug, Gitarre und Beatbox zuständig ist, hilft ihm dabei. „Ich aktiviere jetzt die Light-Show!“, ruft er. Und eine rote Lampe geht an.

Es ist 22 Uhr und der Auftritt der Wohnraumhelden im Exil  ist ein Selbstläufer. 30 junge Menschen sind gekommen und wie sich herausstellt, kennen Band und Fans sich: Auf die Frage, wer beim Auftritt auf dem Open Flair Festival gewesen sei, gehen fast alle Hände in die Höhe. Leute aus dem Publikum setzen sich bald zur Band. Auf das Sofa, das auf der Exil-Bühne neben dem schief hängenden Bild an der roten Tapetenwand steht.

Mit Betreiber Karl Schrader haben Schneider und Schulz (alias „B-Man Major, der Vulkan der Romantik“) verabredet, dass auf der Bühne geraucht werden darf. Ihm und Kollegin Bea Roth widmen Band und Fans dann auch ein Ständchen. „Karl“ singt die eine, „Bea“ die andere Gruppe. Bald wird daraus ein richtiger Kanon. Und Schrader steht an der anderen Ecke des Ladens und lächelt vor sich hin.

Links auf der Bühne wird geraucht, die Beine wippen, die Arme wedeln. Die Texte kennen fast alle. Beim Stück  „Fleischsalat“  steuern ein paar Frauen gleich einen beachtenswerten Hintergrundgesang bei. Der „spanische Klatsch-Chor“, nach dem Schulz fragt („Wo ist denn der spanische Klatsch-Chor?“), lässt auch nicht lange auf sich warten. „Fleischsalat, ich habe Fleisch gesagt. Ich hab nach Fleisch gefragt und nicht nach Gemüse.“ Gemeinsam hat man auf und vor der Bühne Spaß.

Schrader schlendert durch den halbleeren Laden und lächelt noch immer vor sich hin. Er hat gut daran getan, die Band ein weiteres Mal einzuladen, mag er denken. Zu Recht.

Von Telse Wenzel

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