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Regional Schiffsprojekt zu Migration legt in Celle an
Nachrichten Kultur Regional Schiffsprojekt zu Migration legt in Celle an
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00:16 05.09.2017
Symbolbild Quelle: GT
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Celle

Mit 70 lebensgroßen Kupferfiguren des dänischen Künstlers Jens Galschiøt an Bord wird am Dienstag das ehemalige ägyptische Flüchtlingsschiff „Al-hadj Djumaa“ im Celler Hafen anlegen. Die Gestalten sollen Aufmerksamkeit erregen und erinnern an Flüchtlinge aus Asien, Afrika, Südamerika und Europa, teilte die initiierende Stiftung „Outlaw“ mit. Mit einer insgesamt mehr als 3600 Kilometer langen Route entlang der Nordseeküste sowie auf Flüssen und Kanälen quer durch Deutschland will die Stiftung auf die Situation Flüchtender vor, während und nach der Flucht aufmerksam machen.

Lesungen, Theater und Musik

Die „Al-hadj Djumaa“ werde bis zum Freitag im Celler Hafen liegen, hieß es. Während dieser Zeit sei ein Programm mit Lesungen, Theater, Musik und einem Vortrag geplant. In Niedersachsen fährt das Schiff weiter nach Hannover, wo es am Freitag für vier Tage anlegen wird. Die Route führt dann weiter über Wolfsburg nach Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg. Endpunkt der mehr als zwei Jahre vorbereiteten Route mit 22 Stationen unter dem Motto „Mit Sicherheit gut ankommen“ ist am nationalen Flüchtlingstag, Sonnabend, 30. September, in Berlin.

Den ersten Teil der 65-tägigen Reise habe die hochseetaugliche ehemalige „MS Anton“, ein ehemaliger Schiffskutter übernommen, hieß es. In Papenburg wurde der Kutter abgelöst von der „Al-hadj Djumaa“, einem Schiff, das im Sommer 2013 mit fast 300 Flüchtlingen aus Eritrea und Äthiopien vor Lampedusa von der italienischen Küstenwache aufgegriffen wurde. Jetzt wird es von der gemeinnützigen Vereinigung „Rederij Lampedusa“ aus Amsterdam betrieben.

Grundlage: „Norderneyer Erklärung“

Grundlage der Aktion ist die sogenannte „Norderneyer Erklärung“, in der im Februar 2016 Kernpositionen zum Thema Flucht und Migration formuliert wurden, besonders mit Blick auf die Kinder- und Jugendhilfe. Darin geht es unter anderem um die Verantwortung der deutschen Gesellschaft für die Lebensumstände in den Herkunftsländern der Geflüchteten.

Von epd

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