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Schlagersänger Michael Wendler im Kaufpark Göttingen

Neues Album Schlagersänger Michael Wendler im Kaufpark Göttingen

„Hallöchen“, ruft Michael Wendler schon von der Tür aus. Dynamisch kommt um die Ecke gelaufen im Verwaltungstrakt des Einkaufszentrums Kaufpark. „Seid ihr vom Tageblatt?“ Sind die beiden nicht, auf die er zuerst trifft.

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Jubel, Trubel, Heiterkeit: Michael Wendler (mit Mikrophon) umlagert von Fans und beschützt von Bodyguards.

Quelle: Vetter

Göttingen. Die sind für RTL da und wollen ein Statement zum Ausgang des Gerichtsprozesses um den Namensstreit von Michael und Frank, die beide mit Nachnamen Wendler heißen – Frank sogar von Geburt an, Michael als Künstler.

Michael Wendler gibt sich im Tageblatt-Gespräch dann entspannt. „Der Wendler“, dieser Ausdruck sei doch eine Erfindung der Medien gewesen.

„Wer will denn schon einen Artikel als Vornamen?“ Den Einwand, in einer TV-Reportage habe er sich selbst immer wieder so genannt, überhört er geflissentlich. Schwamm drüber.

Jetzt ist er eben „Michael Wendler, der Schlagerstar aus Dinslaken“. Und deswegen ist er auch nach Göttingen gekommen. Sein neues Album „Come Back“ will er bewerben.

Privat schon versorgt

Gemeinsam mit Anika, die er bei einer Schlager-Castingshow kennenlernte, hat ver es aufgenommen. „Der Wendler sucht den Schlagergott“ hieß die Show.

Anika war Dritte geworden, Wendler lud sie nach eineinhalb Jahren zu seinem neuen Projekt ein: „Eurodance-Schlager“. Musik aus den Neunzigerjahren, also viel Elektronik, gepaart mit Schlagertexten.

Eine Erfindung nennt Wendler das, was nach dem deutschen Beitrag für den Eurovision Song Contest von Cascada klingt.

Und jetzt habe er eben „eine sehr sehr gut aussehende Blondine“ an seiner Seite, sagt Wendler, „wir arbeiten professionell zusammen“, privat sei er ja schon versorgt. Und Anika ergänzt: „Ich stehe mehr auf Bärchen.“

Dann steht der Auftritt an, es ist der erste Tag der Werbetour. Wendler und Anika ziehen sich ihre Bühnengarderobe an, er ein T-Shirt mit glitzerndem Aufdruck, sie ein bodenlanges Kleid, das funkelt.

Einige junge Männer kommen um die Ecke. Wendler spricht einen an: „Du bist einer meiner Tänzer?“ Alle sind seine Tänzer, sie treten zum ersten Mal miteinander auf.

Vor der Bühne haben sich inzwischen einige hundert Besucher versammelt, einige gröhlen, als Wendler mit seinem Tross in Richtung Bühne strebt. Mütter und Töchter haben sich versammelt, Rentner sind da und fotografieren.

Eine Dauertänzerin nutzt die Gelegenheit, textfeste Fanclub-Jubler stehen in der ersten Reihe.

Schon den Ballermann beschallt

„Ich will eure Hände sehen“, schreit der Wendler aus Dinslaken in sein Mikrophon, einige Menschen aus dem Publikum spielen mit. Die Single „Honey Kiss“ stimmt er ebenso an wie eine beschleunigte Version seines Partyschlagers „Sie liebt den DJ“.

Den ganzen Ballermann hat er mit der ersten Version schon beschallt.

Rund 30 Minuten dauert der Auftritt des Duos, dann schließt sich eine Autogrammstunde an. „Es darf geknubbelt und geknutscht werden“, sagt der 40-jährige Wendler, der ursprünglich Skowronek hießt.

Dass in den Medien immer sein Erstname und sein Alter genannt werden, findet er übrigens nicht in Ordnung. Anika hat nichts dagegen. „Ich bin 32 Jahre alt. Das weiß doch jeder.“

Am Dienstagnachmittag trat Michael Wendler im Göttinger Kaufpark auf, um sein neues Album zu bewerben. Gemeinsam mit Sängerin Anika, Teilnehmerin einer Casting-Show.

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Teilerfolg
Ein bisschen Recht für beide: Michael Wendler (o.) und Nachnamensvetter Frank sind jetzt zufrieden.

Lange Lederfransen baumeln an seiner schwarzen Jacke. Frank Wendler (54), der es als „singender Gasmann“ zu Schlagzeilen brachte, verlässt nach dem Urteil im Sängerstreit „Wendler gegen Wendler“ mit einem Teilerfolg in der Tasche Saal A 224 des Düsseldorfer Oberlandesgerichts.

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