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Schmidt mit Pop Noir in der Göttinger Musa

Konzert mit viel Atmosphäre Schmidt mit Pop Noir in der Göttinger Musa

Die toupierten Haare hängen lang herunter über die Schultern. Die Wimpern sind so lang und schwarz, dass sie nicht echt sein können. Und das Kleid glitzert verheißungsvoll. So haben Frauen in den 60er-Jahren ausgesehen. Schmidt sieht heute so aus. Auch in der Göttinger Musa.

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In London entdeckt: die Sängerin Schmidt.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Schmidt ist eine deutsche Sängerin, die im Oktober vergangenen Jahres ein Konzert im kleinen Göttinger Live-Club Nörgelbuff gegeben hat, jetzt zurückkam und in der ausverkauften Musa auftrat – und dazwischen mit Elton John durch Australien tourte.

Pop Noir nennt Schmidt ihre Musik, vielleicht waren es aber auch andere, die dem Kind den Namen gaben. Guy Chambers beispielsweise, der langjährige Produzent von Robby Williams, der jetzt Schmidt produziert und auch ihr den Namen verpasst haben soll, heißt es.

Schmidt ist Anfang 20. Sie besitzt keine große, eher eine gute  Stimme, aber das Gesamtpaket funktioniert. Sie verströmt so viel Glamour und Aura wie man es von einer so jungen Frau kaum erwartet, vielleicht aber erwarten kann von jemandem, der zwischen dem Kultclub Berghain in Berlin-Friedrichshain, den Hippies in Kreuzberg und den toughen jungen Menschen in London pendelt.

Schmidt hat starke eigene Lieder im Programm, und sie covert vergessenes, aber gutes Material wie das Titellied der TV-Serie „Die Zwei“ oder ein Chanson von Alain Delon. Ihr Album heißt „Femme Schmidt“, dass stellt sie derzeit auf ihrer Tour vor. Dabei wird sie begleitet von Musikern, die ihren Job verstehen, allerdings auch nicht unbedingt überfordert werden. Es geht also nicht um musikalische Meisterleistungen, sondern um Atmosphäre. Und davon bringen Schmidt und ihre Kollegen ganz viel auf die Bühne.

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„Pop Noir“

Sie ist so eine Person für die man den Worten „smooth“ und „cool“ gern Eingang in die deutsche Sprache gewährt, denn sie kleiden und beschreiben diese kleine Diva namens „Schmidt“ einfach wunderbar.

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