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Regional Sehr cool und nicht ganz ernst gemeint
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21:40 06.12.2009
Coole Cowboys: The Boss Hoss mit einstudiertem Cover-Programm im Countryrock-Stil. Quelle: Theodoro da Silva
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Als Vorgruppe haben The Boss Hoss „Hot Wire“ eingeladen, die das Göttinger Publikum am Sonnabend schon ordentlich in Stimmung bringen. Das Konzept der Band ist ähnlich: Sie spielen bekannte Lieder im Rockabilly-Stil. AC/DC ist dabei, Soft Cell, Billy Idol. Hot Wire rocken und haben sicher ein paar neue Fans gefunden.

Cool und schmierig

Das müssen The Boss Hoss nicht mehr. Sobald das riesige Banner, das die Bühne in der Pause verdeckt, fällt und die Band loslegt, steht die Stimmung. Die Leute bekommen von Anfang an genau das, wofür sie gekommen sind: Songs im typischen Boss Hoss-Countryrock-Stil, gesungen mit breitem Südstaatenakzent, schmierig und nicht ganz ernst gemeint. Das alles packen die Musiker noch in eine coole Rockshow, die bis zuletzt alle mitreißt.

Nur: Ihre Show bleibt auch immer nur Show. Selbst die Ansagen kommen in aufgesetzt wirkendem Texas-Slang, jede Pose, jede Bewegung sitzt. Ein Bursche aus dem Publikum darf auf die Bühne steigen und bekommt dort ein Bier und zwei Umarmungen. Der Perkussionist lässt sich auf einem Surfbrett über die Menge tragen. Das alles ist cool, aber nicht neu, und vor allem wirkt es zu einstudiert. The Boss Hoss spulen eher ein Programm ab, als für ihre Fans zu spielen.
Und natürlich müssen auch sie an der Akustik scheitern – The Boss Hoss sind sieben Musiker, zu viele für die Stadthalle. Im Soundmatsch sind Mandoline und Keyboards kaum herauszuhören, einzelne Wörter ebenso wenig. Das ist schade, denn jenseits der großen Posen haben The Boss Hoss eben auch richtig coole Songs im Repertoire.

Von Helge Dickau

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