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Shakespeare zwischen Hügel und knorrigen Eichen

Theater Shakespeare zwischen Hügel und knorrigen Eichen

Wenn sich die Spielzeit zum  Ende neigt, rüstet sich das Staatstheater Kassel für sein Open-Air-Sommerprogramm. In diesem Jahr inszeniert Oberspielleiter Volker Schmalöer William Shakespeares „Sommernachtstraum“ in einer Neuübersetzung der Autorin Rebekka Kricheldorf. Gespielt wird im Grünen, in der Karlsaue.

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Staatstheater Kassel: In der Schlussphase der Spielzeit starten die Vorbereitungen für „Sommernachtstraum“.

Quelle: dpa

Der exklusive Spielort in der Kasseler Karlsaue ist umgeben von Wasser. Zwischen Aueteich und Bugasee auf Höhe der Gärtnerplatzbrücke wird das Staatstheater eine Tribüne unter freiem Himmel aufbauen, die 600 Zuschauer fast. Davor spielt laut Oberspielleiter Volker Schmalöer nahezu das komplette Ensemble seines Hauses bei dem Projekt „Sommernachtstraum“ mit – in der Natur. Eine klassische Bühne wird es nicht geben, Regisseur Schmalöer setzt auf die Macht des Parks: ein malerischer Hügel, eine Allee und am Rand knorrige Eichen.

Shakespeare hat die mythische und magische Komödie geschrieben, die junge Autorin Rebekka Kricheldorf, mehrfach ausgezeichnet und mit Stückaufträgen des Staatstheaters betraut, hat das Stück neu übersetzt. 

Shakespeare hat einen typischen Verwirr- und Liebesreigen entworfen. Feenkönig Oberon und seine Ehefrau Titania haben Krach miteinander. Sie leben getrennt, aber beide in einem Wald bei Athen. Dorthin kommen vier junge Menschen, die einander begehren; doch haben sich die Paare noch nicht gefunden, es herrscht Gefühlsverwirrung. Just zu dieser Zeit soll am Hofe von Athen die Hochzeit des Theseus mit Hippolyta gefeiert werden. Im Wald probt Handwerker Zettel mit Gesinnungsgenossen ein Theaterstück für das Fest. Puck, der Diener Oberons, vertreibt die Laienschauspieler, doch Oberon stürzt mit Zaubertropfen seine Gattin in Verwirrung, sie hält den tumben Zettel für einen Liebesgott. Doch natürlich lösen sich am Ende alle Verwicklungen. 

Kricheldorfs, die Schmalöer eine „ironische Sprachvirtuosin“ nennt, habe den Athener Wald gegen ein Kasseler Naherholungsgebiet ausgetauscht, erklärt der Regisseur. „Alltagsmenschen dieser Stadt verirren sich in einem Park ihrer Wahl.“

Premiere ist am Donnerstag, 2. Juli, um 21 Uhr. Bis 19. Juli läuft das Stück dienstags, mittwochs, freitags, sonnabends und sonntags. Kartentelefon 0561/1094222.

                                                                                                                    Von Peter Krüger-Lenz

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