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Sidler bleibt bis 2024 DT-Intendant

Deutsches Theater Göttingen Sidler bleibt bis 2024 DT-Intendant

Erich Sidler wird das Deutsche Theater Göttingen (DT) über die bisher vorgesehene Zeit hinaus bis 2024 als geschäftsführender Intendant leiten. Der Aufsichtsrat habe der Vertragsverlängerung einstimmig zugestimmt. Das hat der Vorsitzender, Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, am Freitag mitgeteilt.

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Bilanz-Konferenz im Deutschen Theater Göttingen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Rolf-Georg Köhler und DT-Intendanten Erich Sidler (rechts) dessen Vertrag jetzt frühzeitig verlängert wird.

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. Die frühzeitige Entscheidung falle „auch in Anerkennung seiner bisherigen Leistung“, sagte Köhler während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Sidler im DT-Keller. Sidler ist seit 2014 Intendant des DT. Sein aktueller Vertrag läuft 2019 aus. Über die drei von ihm bisher betreuten Spielzeiten habe das Haus seine Besucherauslastung deutlich gesteigert, so Köhler. Darüber hinaus habe sich das Ensemble im Kontakt mit seinen Gästen mit der Breite seiner Produktionen immer weiter geöffnet. Das DT habe eine neue Akzeptanz erreicht und damit auch mehr Besucher gelockt - „man kommuniziert miteinander in vorbildlicher Weise“, so Köhler.

Zum ersten Mal seit Sidlers Engagement in Göttingen haben der Intendant und der Aufsichtsratsvorsitzende auch Besucherzahlen offengelegt. Mit seinen Aufführungen im Deutschen Theater selbst mit dem Großen Haus, Studio und DT-X Keller - sowie externen Gastspielen habe das DT in 2016/17 genau 102043 Besucher gezählt. In den Vorjahren waren es laut Sidler 76665 (2014/15) und 100566 (15/16) Besucher. Das sei bei knapp 138000 zur Verfügung stehenden Plätzen eine Auslastung von 73,42 Prozent über alle drei Spielzeiten. Alleine in der jüngsten Spielzeit habe die Auslastung 74,43 Prozent betragen. In den Jahren vor Sidlers Start in Göttingen ab 2009 habe die Auslastung bei durchschnittlich 71,11 Prozent gelegen.

„Das ist eine Steigerung, über die ich mich sehr freue“, kommentierte Sidler die jüngste Entwicklung. Zumal die Besucherzahlen des DT „deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegen“. Nach 60, 30 und drei zusätzlichen Abonnements in den zurückliegenden drei Spielzeiten pendele sich die Gesamtzahl bei etwa 1900 Abos ein. Auch das sei in einer Zeit, in der Gäste eher spontan entscheiden, ob sie ins Theater gehen, ein guter Wert.

Auch die Anzahl der Vorstellungen habe das Ensemble mit seinem Begleitteam in den zurückliegenden Jahren gesteigert: von 418 in der Spielzeit 1014/15 über 695 in der darauf folgenden und 699 in der vergangenen. Dieses Pensum habe das Ensemble allerdings auch stark belastet, räumte Sidler ein und fügte an: „Das wollen und werden wir in der neuen Spielzeit nicht so halten.“ Um etwas Druck raus zu nehmen gebe es außerdem Veränderungen bei den internen Strukturen.

In den zurückliegenden drei Jahren unter Sidler sei das DT-Ensemble zusammengewachsen, sagte Köhler. Zugleich sei es gelungen, mit unterhaltsamen populäre Stücken auf der einen und gesellschaftskritischen wie schwierigeren Stücken auf der anderen Seite ein breiteres Publikum zu erreichen. „Und die Rechnung stimmt auch noch“, lobte Köhler. Denn Sidler habe auch die Wirtschaftlichkeit im Blick, „das TD schreibt schwarze Zahlen“.

Von Ulrich Schubert

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