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Ska-Blitze im Rhythmusgewitter

„La Vela Puerca“ Ska-Blitze im Rhythmusgewitter

Musik, die von Herzen kommt und in die Beine geht: Die Ska-, Pop-, Rock-, Cadomblé-Band „La Vela Puerca“ brachte am Mittwochabend, 17. Juni, die Besucher in der Musa zum Schwitzen. Mit witzigen Texten und rhythmischer Vielfalt lieferte die uruguayische Truppe einen musikalischen Gewitterregen, der sich energiegeladen über der großen Menge ergoss.

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Lateinamerikanisch dynamisch: „La Vela Puerca“.

Quelle: Mischke

Es ist dunkel, dann grummelt es. Plötzlich ein Donner. Das Licht geht an, acht Musiker stehen spielbereit auf der Bühne, das Publikum jubelt. Der Donner geht nun – vergleichbar mit dem brasilianischen Cadomblé – in treibende Offbeatrhythmen über. Darüber breiten sich prägnante Basslinien und spielerische Melodien in Gesang und Bläsergruppe.

Gesteigertes Tempo

Ab und an durchzuckt ein Ska-Blitz das Rhythmusgewitter, wenn das Tempo gesteigert, der Gesang hart wird und die melodischen Moment zu Akkordeinwürfen werden. Es geht auf der Bühne und dem Parkett voran. Die Zuhörer lassen sich von dem ambitionierten Bühnengeschehen anstecken und skanken zur Ska-Musik, denn einfaches Tanzen würde der Musik nicht gerecht. Es heißt springen, stagediven, klatschen, die Musik genießen. Vor allem die Sänger Sebastián Teysera und Sebastián Cebreiro lassen mit ihrem Temperament den Funken überspringen. 

Schließlich lichten sich die schweren Rhythmen, und seichtere Popmusikklänge lassen den Puls herunter kommen, wenn Trompeter Alejandro Piccone melancholische, verträumte Melodien hervorzaubert. Ein Moment ist Ruhe, doch dann naht der nächste Donnerschlag. Langeweile zählt nicht zum Programm, dafür ein aufgeladenes, internationales Musikspektakel unabhängig von Zeit, Stil und Genre. 

Von Rhea Maria Richter

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