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Solo, aber nicht allein auf der Bühne

Tex verzaubert im Nörgelbuff Solo, aber nicht allein auf der Bühne

Als Moderator der Internet-Musikshow TV-Noir, in der er aufstrebende Singer-Songwriter und etablierte Musiker interviewt, ist Tex bekannt. Am Donnerstagabend hat er seine eigenen Werke im Nörgelbuff präsentiert. Er würdigte dabei auch Rio Reiser und Leonard Cohen.

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Quelle: Wenzel

Göttingen. Seine Frühlingstour unter dem schlichten Titel „Tex – solo“ stehe noch nicht ganz fest. So war es am Donnerstag am Publikum den Ablauf mit ihm zu bestimmen. Das bringt ihm von vornherein einen großen Sympathiepunkt bei den Zuhörern ein.

Zwar geben sie sich erst noch ein wenig schüchtern bei den Mitsing-Liedern, aber Tex holt sie schnell ab. Wenn er auch solo unterwegs ist, singt er nicht allein. Als ‚Experiment‘ bezeichnet er die Bilder, die während zwei seiner Songs auf einer Leinwand eingeblendet werden. Unter anderem erscheint da Alin Coen (ebenfalls bekannt durch TV-Noir) und singt mit Tex gemeinsam das Duett „Haut“. Sie erscheint und verschwindet, fast wie ein musikalischer Geist. Das unterstützt die zarte, leise Stimmung, die bei dem heimeligen Konzert herrscht.

Tex spielt noch einige Lieder seines aktuellen Albums „Von hier bis aufs Dach“. Zwischen Gitarre und Keyboard zieht er das Publikum immer weiter in seinen Bann. Nicht nur die Frauen hängen ihm an den Lippen, wenn er von Julia und Juli singt. Letztgenannten Titel spielt er als Publikumswunsch. Und er stellt ein Sinnbild der Themen dar, über die Tex schreibt. Es geht um persönliche Probleme, die jeder nachempfinden kann. Es geht um das Kämpfen im Stillen – mit Melodien, Texten und Liebe.

Selbst bezeichnet er seine Lieder als solche „vom Lieben, Liebenden und Lieblosen“. Das trifft es knapp gesagt ziemlich gut. Tex präsentiert Musik zum Träumen. Wenn man die Augen schließt, meint man in einer Welt zu sein, die Kriege mit Worten löst. Vor dem Thema Liebe sollte man bei seiner Musik wirklich keine Angst haben. Dieses schwebt in verschiedenen Formen über jedem seiner Lieder.
Mit seiner Liebe und Anerkennung würdigte er im Nörgelbuff auch zwei seiner vermeintlichen Idole: Rio Reiser und Leonard Cohen. Mit ‚Zauberland‘ und ‚So long, Marianne‘ brachte er Klassiker der beiden nach Göttingen.

Das Publikum ist von der verträumten musikalischen Collage der gesetzteren Version eines Clueso oder Philipp Poisel sichtlich begeistert.

Von Leslie Whatsack

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