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Regional Sonniger Ausklang mit deutschen Nachwuchsbands
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16:01 17.09.2017
Quelle: Niklas Richter
Göttingen

Den letzten Tag des Soundcheck-Festivals genießen die Besucher der Open City Stage am Albaniplatz in strahlendem Sonnenschein. Geheimtipp des Nachmittags war Lotte, die mit gefühlvollen Texten und guter Laune ihr Publikum für sich einnahm.

Der Platz füllt sich am Nachmittag langsam. In der warmen Herbstsonne sitzen viele Besucher im Schneidersitz auf dem Albaniplatz. Ein kleiner Junge lässt sein Spielzeugauto fahren, während der Livestream von Alex Aioni aus der Stadthalle auf die große Leinwand der City Stage übertragen wird. Viele Familien sind mit ihren Kindern gekommen. Als dann Lotte ihren Live-Act beginnt, werden die Kinder auf die Schultern gehoben. Neongrüne Ohrenschützer blitzen aus der Menge hervor, wo kleine Ohren noch nicht dem vollen Bass gewachsen sind.

„Und dann kommt alles ganz unaufgeregt“, singt Lotte in ihrem ersten Song. Sie meint das unaufgeregte Ende einer Beziehung. Unaufgeregt ist aber auch der Auftakt ihres Konzerts, dabei kann sie auch anders: Gleich danach singt sie vom Hurricane, der ihr Leben aufwirbelt, und hüpft dazu über die Bühne. Mit gerade mal 22 Jahren legt Lotte einen entspannten Auftritt hin. Ihr sicheres Auftreten verdankt sie ihrem musikalischen Knowhow und ihrer Bühnenerfahrung. Lotte spielt drei Instrumente und tourte schon mit Johannes Oerding. Das Soundcheck-Festival ist die Generalprobe für ihre eigene Tour im Herbst. Am Freitag erschien ihr erstes Album „Querfeldein“.

Zwischendurch verschenkt NDR2-Moderator André Schünke zwei Konzertkarten für Rudimental. Die Wahl fällt auf zwei junge Frauen, die allerdings mit ihren Freunden zum Albaniplatz gekommen sind. Schünke schickt die Frauen aufs Konzert und handelt für die Männer noch eine Runde Bier aus. Zur Live-Übertragung des Rudimental-Konzerts aus der Stadthalle füllt sich der Platz zusehends.

Lottes sonnige Stimmung passt zum Wetter. Die nächste Liveband auf der Open City Stage wartet lieber den Sonnenuntergang ab. Schließlich heißt ihr Album „Nocturnal“ und die vier Jungs von Razz haben sich dementsprechend schwarz gekleidet. Frontsänger Niklas Keiser trägt den Kragen seiner Jacke wie James Dean hochgeschlagen. Lässig ist er schon, zum Erfolg fehlt nicht mehr viel: Mit Auftritten beim Hurricane-Festival und als Vorband von Kraftklub müssen sich die Newcomer nicht verstecken. Zuhörer Thomas Wolff (42) steht in der Mitte des Albaniplatzes. Er kennt die Band aus dem Emsland schon von einem anderen Auftritt und hört sie sich gerne ein zweites Mal an. „Die Musik hat Dampf und ist modern“, beschreibt Wolff die Indierockband.

„Neue Musik“ hat sich das Soundcheck-Festival auf die Fahnen geschrieben, die überall in Göttingen für das Event werben. Am letzten Tag des Soundcheck war es nicht nur neue Musik, sondern auch junge Musik, die dort als kostenloses Extra live auf der Open City Stage präsentiert wurde. Lotte und das Vierergespann von Razz sind gerade Anfang 20. Nach der Amerikanerin LP am Donnerstag und dem Briten Joseph Jones am Freitag runden damit zwei deutsche Nachwuchsbands die Open-Air-Konzertreihe am Albaniplatz ab.

Von Jorid Engler

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