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Spanische Fiesta mit Göttinger „Schmalz-Else“

Sommerkonzert mit Seven Up Spanische Fiesta mit Göttinger „Schmalz-Else“

Gaußturm oder Ausweichquartier Stadthalle – recht kurzfristig entscheiden sich die Veranstalter für das Open-Air-Konzert von Seven Up im Wald. Und das Wetter spielt mit, ein wenig frisch ist es zwar, aber trocken.

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Perfekte Show im Wald: Die Göttinger Formation „Seven Up“.

Quelle: Heller

Die Bühne steht direkt am Waldrand. Auf dem großen von Bäumen umgebenen Parkplatz füllen sich nach und nach die aufgestellten Bierbänke. Kurz nach acht ist der letzte Shuttle-Bus am Gaußturm angelangt. Dem Open-Air-Konzert, das der Arbeitskreis Kultur im Göttinger Land im Rahmen des Kulturfests 2010 organisiert hat, ist ein Workshop am Nachmittag vorausgegangen. In der Dransfelder Stadthalle haben die Bandmitglieder mit Laien ein Lied einstudiert. Am späten Abend konnten die Konzertbesucher selbst urteilen, wie gelungen das Projekt war.

„Seven Up ist im Haus“. Die Ansage von Sängerin Heike Neumeyer stimmt am Abend auf der Waldbühne am Hohen Hagen zwar nicht ganz, aber wörtlich war sie auch nicht gemeint. Das Sommerkonzert unter dem Gaußturm der Göttinger A-cappella-Formation, die am Sonnabend von Bass, Gitarre und Schlagzeug unterstützt wurde, war trotzdem eher häuslich – wie ein Besuch von guten Freunden. Sehr entspannt und sehr intim.

Mit dem Queen-Klassiker „Bohemian Rhapsody“ singt sich die sommerlich gekleidete Band warm, und auch die Stimmung bei den zahlreich erschienenen Zuschauern heizt sich umgehend auf, als Gregor Jess den Eintänzer als „Gigolo“ beim Sommerkonzert auf der Waldbühne am Hohen Hagen gibt. Seven Up verstehen es, ihr Publikum mitzureißen – mit einem altbewährten Programm. Von Beatles bis Bee Gees, von Funk über Soul bis HipHop reichen die gecoverten Lieder. Die Rollen in der Band sind klar verteilt: Zu den Balladen und ihrem Hang zur spanischen Fiesta bekennt sich „Schmalz-Else“ Heike Neumeyer. Benjamin Stürzenhofecker macht nicht nur mit Melodica eine gute Figur. Christiane Eiben hat nach wie vor viel Gefühl und Soul in der Stimme. Doch gar nicht die Perfektion der Musik macht die Stimmung des Abends aus. Vielmehr ist es die lockere, teils improvisiert wirkende Show und der enge Kontakt zum Publikum, die die Sache rund machen.

Am Ende des knapp zweistündigen Konzerts gibt es eine besondere Präsentation. Die Teilnehmer des Musik-Workshops haben die Gelegenheit, vor großem Publikum zu singen. Sie und die Band, die jetzt kaum noch auf die gar nicht so kleine Bühne passt, zeigen, was nach dreistündiger intensiver Probe möglich ist: Eine A-cappella-Version von Seals Hit „Crazy“ haben sie einstudiert. „Sicherlich kein leichtes Stück“, wie Seven-Up-Sänger Christoph Jess betont. Die Workshopteilnehmer und Band beweisen aber, es geht und das gar nicht mal schlecht. Viel Applaus vom Publikum und einige Zugaben von Seven Up gefolgt von noch größerem Beifall.

Von Eida Koheil

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