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Regional Mehr Zeit und mehr Liebe
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21:14 25.12.2016
Von Peter Krüger-Lenz
Ein Theatervorhang (Symbolbild) Quelle: OT
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Göttingen

„Die Strategie, das Haus zu öffnen, funktioniert. Das füllt das Haus und belebt es“, konstatiert Sosinka. Etwa einmal pro Woche gebe es jetzt eine Fremdveranstaltung im JT. Die Folge: „Wir können mehr Zeit und mehr Liebe in die Produktionen stecken. Dann halten die auch länger“, sagt Dietrich.

Der positive Trend setzt sich derzeit fort. Sosinka: „Wir hatten im ersten Quartal deutlich mehr Besucher als im gleichen Zeitraum der vergangenen drei Spielzeiten.“ Und: „Was wir erwartet haben an Ticketverkäufen in der kompletten Spielzeit – davon haben wir jetzt schon einen großen Batzen umgesetzt.“ Gewinn wollen Dietrich und Sosinka allerdings nicht erwirtschaften. „Wir haben mehr Luft, fairer zu sein“, sagt Sosinka mit Blick auf die geringen Gagen, die das Haus bislang zahlen kann. Renner sind gleich mehrere Stücke: „Ziemlich beste Freunde“, ein „sehr populärer Stoff“, sagt Dietrich, gut aufbereitet und mit einer sozialen Komponente“. Hamlet laufe gut, ebenso „Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte“ und „Krieg – Stell dir vor, er wäre hier“.

Phänomenal ist der Vorverkauf für die Känguru-Chroniken gestartet. Bevor überhaupt die erste Probe angesetzt ist, sind bereits sechs Vorstellungen ausverkauft, die siebte ist zum Vorverkauf freigegeben. Dabei ist bislang lediglich bekannt, dass Peter Christoph Scholz, Karsten Zinser und Franziska Lather spielen werden.

Gerade hat es auch einen Wechsel im Haus gegeben. Der bisherige Geschäftsführer Ernst Gottwald hat seinen Posten geräumt. „Wir hatten die Wahl, jemanden von außen zu holen oder es selbst zu machen“, erklärt Sosinka – und übernahm die Aufgabe selbst. Ähnliche Aufgaben habe er unter anderem bereits bei den Nibelungen-Festspielen unter dem Intendanten Dieter Wedel übernommen, sagt Sosinka. Auch die in den kommenden Jahren anstehende große Sanierung des Otfried-Müller-Hauses, das das Theater und das Kaz beherbergt, traut er sich zu. Er begleitete schon den zweijährigen Umbau des Schlosstheater in Celle.

Demnächst kann das JT-Leitungsteam auf eine Unterstützung zurückgreifen, verrät Dietrich. Lutz Kessler, ehemaliger Chefdramaturg des Deutschen Theaters Göttingen, werde ihnen für drei Monate den Rücken freihalten. Mit ihm hat Dietrich bereits bei der Produktion „2030 – Odyssee im Leerraum“ zusammengearbeitet. Dietrich: „Eigentlich ist das viel zu klein für ihn. Aber er hilft uns trotzdem.“

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