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Regional Sternenreise bei den Sonnenforschern
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00:20 08.09.2017
Im Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung liest der Astronaut Gerhard Thiele aus dem Bordtagebuch der Space-Shuttle-Mission.Vetter
Hannover/Göttingen

Lesungen im Planetarium oder in der Wassermühle, im Bus oder im Bergwerk: Das Literaturfest Niedersachsen der VGH-Stiftung führt in diesem Jahr an ungewöhnliche Orte im ganzen Bundesland. In Göttingen ist das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung dabei.

Die zwölfte Ausgabe des Festivals steht ganz unter dem Thema „Raum“, wie die Initiatoren mitteilten. Geplant sind 21 Veranstaltungen von diesem Donnerstag bis zum 24. September zwischen Göttingen und Cuxhaven, Wolfsburg und Osnabrück. „Ich freue mich darauf, neue Räume zu entdecken und mit Hilfe der Fantasie zu erobern“, sagte Intendantin Susanne Mamzed.

Unter anderem berichtet im Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung am Sonnabend, 23. September, der Astronaut Gerhard Thiele von den „unendlichen Weiten des Weltraums“. Der Physiker, der seit 1987 im Astronautencorps des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) Mitglied ist, kommt mit Birgitta Assheuer nach Göttingen. Sie wird den realen Erfahrungen des Astronauten, der aus seinem Bordtagebuch der Space-Shuttle-Mission liest, literarische Texte gegenüberstellen.

Musikalisch werden Thiele und Assheuer von Bardo Henning am Fender-Piano begleitet. In Szene gesetzt hat der Physiker und Schriftsteller Ulrich Woelk die Lesung. Er macht in seinen Romanen wie Pfingstopfer auch Forschung zum Thema. Die Lesung „Über Sternenreisen und Weltraumalltag“ beginnt um 19.30 Uhr im MPS, Justus-von-Liebig-Weg 3.

Im Besucherbergwerk Rammelsberg bei Goslar wird unter Tage ein Live-Hörspiel präsentiert. Auf dem „Hermannshof“ in Völksen bei Hannover laden sechs Autoren zu einem Leseparcours zwischen Stadt- und Landleben ein. Und in Hannover können die Gäste bei einer fünfstündigen literarischen Busexpedition die Stadt erkunden.

An dem Festival beteiligen sich den Angaben zufolge Autoren und Dramaturgen sowie renommierte Sprecher und Schauspieler. Zu den Leseorten gehören auch die Polizeiakademie in Nienburg, die ehemalige Marinefestung Fort Kugelbake in Cuxhaven, die Wassermühle in Seevetal bei Hamburg sowie das Automuseum in Melle bei Osnabrück.

Das Literaturfest nimmt das Thema der zeitgleich stattfindenden Niedersächsischen Musiktage auf. Organisiert von der Sparkassenstiftung führen dabei bis zum 1. Oktober rund 50 Konzerte an besondere Orte wie das neue Zentralgebäude der Leuphana-Universität in Lüneburg oder in zwei Wattenmeer-Besucherzentren. mit epd

Eintrittskarten für die Veranstaltungen des Literaturfestes Niedersachsen sind in den Tageblatt-Geschäftsstellen in Göttingen, Weender Straße 44, und in Duderstadt, Marktstraße 9, erhältlich. Weitere Informationen zum Programm unter literaturfest-niedersachsen.de

Von Angela Brünjes