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Stimmlicher Glanz der Solisten

Albani-Kantorei Stimmlicher Glanz der Solisten

Musik des 18. und 20. Jahrhunderts hatte Arwed Henking, Leiter der Göttinger Albani-Kantorei, für das Adventskonzert in St. Albani ausgewählt: als barocker Rahmen Bachs Kantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ und Händels „Utrechter Te Teum“, im Mittelpunkt die selten zu hörende, 1932 entstandene „Kleine Adventsmusik“ von Hugo Distler.

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Mit sicherem Einsatz: die Albani-Kantorei mit Solisten und dem Dirigenten Arwed Henking.

Quelle: EL

Distlers schlichtes Werk stellt – mit gesprochenen biblischen Texten – die religiöse Aussage in den Vordergrund, musikalisch auftrumpfender Prunk ist dieser Musik völlig fern. Gerade in der bewussten Beschränkung der Mittel zeigt das Werk eine eindringliche Wirkung.

In Bachs Kantate ist ebenfalls die christliche Botschaft das unmittelbare Anliegen – verpackt in eine sehr kunstvolle, beziehungsreiche musikalische Sprache mit Chorälen, Rezitativen und Arien. Dagegen ist Händels „Te Deum“ zwar ein Lobpreis Gottes, aber mit ausgesprochen irdischem Bezug: Anlass der Komposition war die Friedensfeier nach einem Krieg, der für England erfolgreich ausgegangen war.

Großes Engagement

Die Choristen bewältigten ihre unterschiedlichen Aufgaben mit großem Engagement und sicherem Einsatz, auch wenn der Klang sicherlich noch etwas mehr stimmlichen Glanz vertragen könnte. Für den aber sorgten die vier Gesangssolisten: an erster Stelle die junge Sopranistin Johanna Neß mit ihrer höhenfreudigen, auch in den tieferen Lagen angenehm kernigen Stimme und großer Strahlkraft. Sehr schönes Timbre und eine ansprechende Gestaltung bot der Bariton Marian Müller, früher Leistungsträger im Göttinger Knabenchor, nun, wie seine Sopran-Kollegin, Gesangsstudent. Zuverlässig ergänzt wurde das Solistenquartett durch die Altistin Gritt Raabe und den Tenor Florian Brauer, dem man etwas mehr Weichheit in seiner Stimmfarbe wünschen möchte.
Für die instrumentale Basis sorgte das Orchester „Collegium coll’arco“, verstärkt durch leistungsfähige Bläsersolisten und den Violinisten Henning Vater, der als Konzertmeister virtuose Aufgaben mit lockerer Hand bewältigte. Dirigent Arwed Henking sorgte mit großer Umsicht für die klangliche Balance.

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