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Regional Symposium zu Jazz und Demokratie
Nachrichten Kultur Regional Symposium zu Jazz und Demokratie
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17:01 24.07.2018
Der Jazzmusiker Ove Volquartz. Quelle: r
Göttingen

Mit einer Improvisation von Volquartz soll die zweistündige Gesprächsrunde um 11 Uhr starten. Anschließend werden neben Volquartz der Jazzer Uwe Steinmetz aus Leipzig, Jürgen Grave, Redakteur bei der Sendung Jazzhaus im Stadtradio Göttingen, Phillip Kallenbach von der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen, und der frei Journalist Udo Hinz. über die Verbindung von Jazz und Demokratie sprechen. Dazu haben die Organisatoren eine Demokratie-Erklärung abgegeben.

Jazz sei vom Grundverständnis her „substanziell demokratisch“, teilen sie mit. Und weiter: „Im gemeinsamen Prozess des Sich-Aufeinanderbeziehens, in der Gestaltung eines musikalischen Dialogs miteinander, kann der Jazz-Musiker seine eigenen Akzente setzen, eine eigene Sprache finden, kann sich individuell auf die anderen beziehen, kann abweichen, improvisieren, Richtungen ändern und wiederum auf das Ganze verändernd einwirken. Das funktioniert nur in einem reibungsvollen Miteinander, im Ausloten von Dissonanzen und Harmonien, mal mehr, mal weniger kontrovers, aber immer im respektvollen und achtsamen Bezug auf die Mitmusiker.“ Der Jazz sei von Beginn an getragen von dem Geist kultureller Vielfalt, Toleranz, Achtsamkeit, Respekt und Gleichberechtigung. Und sie konstatieren: Der Jazz weise Wege, wie Menschen in einer multikomplexen und scheinbar unübersichtlichen Welt respektvoll und achtsam miteinander umgehen könnten – „im tiefsten Sinne demokratisch“.

Sie wollten Begegnungen fördern, Beziehungen entwickeln und vertiefen sowie positive Neugierde entwickeln für unterschiedliche Ausdrucksformen von Lebenskulturen, erklären die Macher des Festivals. „Wir möchten auf diesem Wege für einen achtsamen und respektvollen Umgang im Hinblick auf die Unterschiedlichkeit der Menschen sensibilisieren.“ Und sie appellierten an alle Menschen, „sich für die Stärkung eines demokratischen Miteinanders und für demokratische Strukturen stark zu machen, die in unserem Land, aber auch global, zunehmend gefährdet scheinen“.

Anschließend an das Symposium stehen dann ab 14 Uhr vierstündige Workshops auf dem Programm. Jazz-Gitarre unterrichtet Andreas Jäger, Christiane Eiben leitet den Kursus Jazz-Gesang. Percussion ist das Thema von Tom Hansen. Fähigkeiten in den Bereichen Schlagzeug und Schlagwerk vermitteln die US-Amerikaner Joey Baron und Robyn Schulkowsky. Die Bläser-Klasse leitet ein Musiker der Band Fette Hupe. Schließlich soll es auch Unterricht in Swing-Tanz geben.

Von Peter Krüger-Lenz

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